Die Bescherung

grimmlindner

Da geht’s lang: Leo Grimm im Gespräch mit dem heutigen FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner.

Arbeitsmarkt
Der Mindestlohn vernichtet Minijobs
Die Arbeitslosigkeit bleibt zwar niedrig – und doch hinterlässt der Mindestlohn tiefe Spuren. Umstrittene „Horrorprognosen“ werden Realität: Zehntausende Stellen fallen weg.Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), Gewerkschaften und Bundesagentur für Arbeit sind sich einig: Der Mindestlohn vernichte keine Arbeitsplätze – zumindest deute bislang nichts darauf hin. Gegenteilige Voraussagen etwa des Münchner ifo-Instituts seien „Horrorprognosen“, urteilt Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur…Die amtliche Arbeitslosenzahl hat sich seit Jahresbeginn tatsächlich unerwartet günstig entwickelt; sie liegt derzeit um gut 100.000 unter Vorjahresniveau. Eine andere Statistik aber zeigt plötzlich einen erstaunlichen Knick: Die Zahl der Minijobs geht neuerdings stark zurück. Für den Monat Januar zählte die zuständige Meldestelle, die Minijobzentrale, bundesweit 255.000 geringfügige Beschäftigungsverhältnisse weniger als noch für Dezember. Die Gesamtzahl der Minijobs im gewerblichen Sektor ging damit um fast 4 Prozent auf 6,6 Millionen zurück…
(faz.net.Es musste so kommen aufgrund von Erfahrungen in anderen Ländern. Angela Merkel und ihre CDU haben den sozialistischen Unfug zu verantworten! Siehe Rede des damaligen FDÜP-Landagsabgeordneten Leo Grimm aus Spaichingen im Landtag, unten:)

Landtag, Mittwoch, 19. Dezember 2012, Gesetzentwurf Mindestlohn
Rede MdL Leo Grimm (FDP), Fraktionssprecher für  Mittelstand und Handwerk
“Nur mal angenommen, meine Damen und Herren von der Regierung: Können Sie sich vorstellen, was in unserem Land los wäre, wenn die Arbeitslosigkeit doppelt so hoch wäre wie heute? So um die 10 Prozent?

Können Sie sich gleichzeitig vorstellen, dass die Jugendarbeitslosigkeit der 14- bis 24-Jährigen bei 25,5 Prozent liegt?

Ich kann mir vorstellen, dass Sie dann auch auf die Idee kämen, einen Mindestlohn einzuführen. Vielleicht nicht nur für öffentliche Aufträge in Baden-Württemberg.

Meine Damen und Herren von der Regierung, Sie halten diese von mir genannten Annahmen wahrscheinlich für utopisch und reine Phantasie.

Ich gebe Ihnen recht. Ich habe auch nicht von Deutschland und seiner guten Wirtschaftslage gesprochen.

Trotzdem habe ich kein Phantasiebild an die Wand gemalt.

Ich habe von Frankreich, unserem Nachbarland gesprochen. Das ist die zweitgrößte Wirtschaftsmacht in der EU nach Deutschland.

Frankreich hat, was Sie von der Regierung hier im Ländle haben wollen und die CDU im ganzen Bund. Frankreich hat schon seit 1950 einen Mindestlohn. Dieser wird jedes Jahr der Wirtschaftslage und politischen Zielen angepasst.

Seit dem 23. Dezember 2011 beträgt dieser Mindestlohn brutto 9,22 € pro Stunde.

Jetzt erklären Sie uns mal, was Sie mit ihrem Ländle-Mindestlohn bezwecken? Wollen Sie in eine gelenkte Volkswirtschaft einsteigen wie in Frankreich?
Wollen Sie gar eine sozialistische Volkswirtschaft?

Frankreich hat die höchste Arbeitslosigkeit seit 13 Jahren. Aber es hat den Mindestlohn.

Frankreich hat eine sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit. Aber es hat den Mindestlohn.

Untersuchungen zeigen, dass der Mindestlohn alles andere als ein Allheilmittel der Wirtschaftspolitik ist.

In Frankreich sind vom Mindestlohn 15,6 Prozent der Arbeitnehmer betroffen. Dies führt zu teilweise starken negativen Beschäftigungseffekten. Vor allem bei Jugendlichen und Frauen.

Meine Damen und Herren von der Regierung, ihre Absicht in Ehren.

Sie wollen mit einem Mindestlohn von 8, 50 Euro bei öffentlichen Aufträgen eine Art Chancengerechtigkeit herstellen.

Sind Ihnen Beschäftigte nicht mehr wert? Warum nicht 9 Euro, warum nicht 10 Euro?

Die FDP ist die Partei der Wirtschaft und der Arbeit.

Welchen Wert Arbeit hat, handeln Arbeitgeber und Arbeitnehmer miteinander aus. Der Rahmen hierfür ist die Tarifautonomie.

Ich frage die Landesregierung: Warum mischen Sie sich  in diese Tarifautonomie ein?

Wir Liberale lehnen solche Eingriffe in die Wirtschaft, in den Mittelstand ab.

Sie behaupten, mit Ihrem Gesetz Wettbewerbsverzerrungen bei öffentlichen Aufträgen vorbeugen zu wollen. In Wirklichkeit aber schaffen Sie Wettbewerb ab!

Was können Sie mit Ihrem Gesetz denn erreichen?

Zu niedriger Mindestlohn bewirkt nichts, zu hoher vernichtet Arbeitsplätze.

Der damalige Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat schon 2006 Mindestlöhne mit Blick auf  internationale Erfahrungen als einen Irrweg bezeichnet mit für Deutschland negativen Beschäftigungseffekten.

Lassen Sie mich aus Sicht der FDP/DVP-Fraktion drei Hauptgründe gegen Mindestlöhne nennen:

–Erstens: Mindestlöhne sorgen für mehr Arbeitslosigkeit.

–Mindestlöhne haben in Europa schädliche Folgen für den Arbeitsmarkt.

–Mindestlöhne bieten Langzeitarbeitslosen, Menschen ohne Ausbildung oder Jugendlichen schlechtere Chancen für einen Einstieg in den Arbeitsmarkt.

–Die beste Sozialpolitik ist, Menschen den Einstieg in Arbeit zu ermöglichen, die im Laufe der Zeit den Lebensunterhalt sichert.

–Zweitens: Mindestlöhne gefährden die Tarifautonomie.

–Gerade das Modell der Tarifautonomie steht als tragende Säule für den Erfolg der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland.

–Drittens: Differenzierung ist bereits heute möglich – und zwar sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene.

Die FDP/DVP-Fraktion kann nicht erkennen, dass fehlende Tariftreueregelungen bislang bei der Vergabe öffentlicher Aufträge auf Landes- oder kommunaler Ebene zu realen Problemen geführt hätten.

Tariftreueerklärungen können auch künftig, abgesehen vom Verkehrssektor, nur in den Bereichen eingefordert werden, für die ohnehin aufgrund des Arbeitnehmerentsendegesetzes für allgemeinverbindlich erklärte Tarifverträge vorliegen.

Inhaltlich bleibt dieser Teil des Gesetzes weiße Salbe, aber mit erheblichem bürokratischem Aufwand.

–Denn die Regelungen für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr könnten sich noch als tückisch erweisen:

–Die Pflicht zur Anwendung eines in der Branche geltenden und repräsentativen Tarifvertrags, die von den einschlägigen Verbänden mit Blick auf mögliche Konkurrenz aus dem Ausland begrüßt worden ist, könnte der Branche und den öffentlichen Auftraggeber auf die Füße fallen.

Die geplanten Mindestlohnvorschriften dieser Regierung, meine Damen und Herren, sind mit Erwartungen überfrachtet, die sie nie werden erfüllen können.

Frohe Weihnachten!

Nun hat Deutschland ja die Bescherung! Sage niemand, es ist nicht davor gewarnt worden.

“Because I’m happy”

Glückstag verpasst? – Erfolg braucht glückliche Mitarbeiter

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(lifePR) – Streben nach Glück und Wohlbefinden ist ein universelles Ziel, das die Menschheit eint. 2012 beschlossen die Vereinten Nationen deshalb, dem Glücklich-Sein einen Platz im Kalender einzuräumen. Am 20. März  jährte sich zum dritten Mal der “Tag des Glücks”. Grund genug, um gemeinsam mit dem Begründer von Corporate Happiness®, Dr. Oliver Haas, über glückliche Mitarbeiter zu sprechen.

Glückliche und zufriedene Mitarbeiter zu beschäftigen, ist so ziemlich das Beste, was sich ein Unternehmen wünschen kann. Denn glückliche und zufriedene Mitarbeiter gehen gern zur Arbeit, sind also motiviert und engagiert, belastbarer und leistungsfähiger, identifizieren sich mit ihrem Job und dem Arbeitgeber, bringen sich mit neuen Ideen ein und erhöhen damit die Innovationskraft des Unternehmens. Außerdem sind sie nachweislich weniger krank. Diese Logik ist so zwingend, dass es eigentlich keiner weiteren Studie zu dem Thema mehr bedarf. Trotzdem werden Experten nicht müde, anhand von repräsentativen Erhebungen den Beweis anzutreten, dass glückliche und zufriedene Mitarbeiter auch zu besseren betrieblichen Ergebnissen führen.

Die innere Einstellung ist der Schlüssel zum Glück
Nimmt man diesen Sachverhalt als gegeben, stellt sich die nächste Frage: Was macht den Mitarbeiter zu einem glücklichen Mitarbeiter? Dr. Oliver Haas ist Buchautor und Experte der Positiven Psychologie und unterstützt Firmen bei der Umsetzung des Corporate Happiness-Ansatzes. Er weiß, es sind weniger die „äußeren“ Faktoren wie eine Gehaltserhöhung, Bonizahlungen, der eigene Firmenwagen oder das betriebsinterne Fitnessstudio, die einen Mitarbeiter glücklicher machen. „Solche positiven Ereignisse verursachen nur vorübergehend ein Hochgefühl, bevor der Mitarbeiter wieder auf sein ursprüngliches Glücksniveau zurückfällt.“ Der Schlüssel zum Glück liege vielmehr in der inneren Einstellung. Wenn es um das Thema Glück am Arbeitsplatz geht, setzt er mit seinem Team deshalb den Fokus auf andere Themen. „Haltung, Bedeutsamkeit, eigene Stärken, Begeisterung, Energiemanagement und wertschätzende Partnerschaften – in all diesen Bereichen finden sich die Faktoren wieder, die zu mehr Zufriedenheit und zu mehr Engagement führen.“

Mitarbeiter suchen ihre Berufung
Zwischen Feel-Good-Management, Work-Life-Balance und Happiness-Strategien wird es immer offensichtlicher, dass das „alte“, einfache Tauschgeschäft „Arbeitsleistung gegen Bezahlung“ heute so nicht mehr funktioniert. „Durch den Wertewandel in unserer Gesellschaft hat sich in diesem Bereich etwas sehr grundsätzliches verändert“, erklärt Haas. „Wir möchten nicht nur einen ‚Job‘ machen, der es uns ermöglicht, unsere Miete zu bezahlen und unsere Kinder zu versorgen. Sondern wir möchten unsere ‚Berufung‘ finden! Eigentlich ist das auch gar nicht so unverständlich, schließlich verbringen wir die meiste Zeit unseres Lebens am Arbeitsplatz.“

Nicht selten sähe man den Chef und die Arbeitskollegen öfter als den Partner oder die Partnerin. Das hier der Ruf nach Sinnhaftigkeit, persönlicher Weiterentwicklung und einer ausgeglichenen Work-Life-Balance laut wird, ist für Haas nicht verwunderlich. Die aktuellen Entwicklungen unserer Arbeitsgesellschaft zwingen Unternehmen zum Umdenken. „Schon jetzt steht fest, dass das kommende bedeutende Arbeitszeitalter das der ‚psychosozialen Gesundheit‘ ist. Unternehmen, die sich rechtzeitig auf einen Wandel der Unternehmenskultur einstellen, werden die Magneten am Arbeitsmarkt sein und die besten Mitarbeiter bei sich vereinen.“

Akzeptanz, dass nicht immer alles möglich ist
Um einen Grad der Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen, der sich positiv auf das Employer Branding auswirkt, müssen Arbeitgeber auf ein gesundes Maß an Fordern und Fördern achten. „Es geht nicht darum, Mitarbeitern jeden Wunsch von den Augen abzulesen.“ Grenzen müssen sinnvoll definiert und kommuniziert werden – sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Mitarbeiter. Der Dialog sei entscheidend, sagt Haas. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Mitarbeiter es spüren und auch wertschätzen, wenn sie von ihrem Arbeitgeber ‚gesehen‘ werden und ihre Wünsche und Meinungen äußern können. Durch eine offene Kommunikation erreicht man gegenseitiges Verständnis. Es entstehen Kompromisse, aber auch die Akzeptanz darüber, dass nicht immer alles möglich ist.“

Führungskräfte müssen zuhören
Des Einen Freud‘, des Andern Leid. Glück und Zufriedenheit werden höchst subjektiv wahrgenommen und lassen sich nicht mit pauschalen Maßnahmen verordnen. Trotzdem sei es nicht unbedingt die Aufgabe einer Führungskraft, jeden Mitarbeiter individuell glücklich zu machen, betont Haas. „Aber sie ist dafür verantwortlich, gewisse Rahmenbedingungen zu schaffen, die es dem Einzelnen ermöglichen, sich selbst zu entfalten, seine Meinung zu äußern, gehört zu werden und keine Angst vor Versagen haben zu müssen.“ Allein die Fähigkeit, zuhören zu können, kann enormen Einfluss auf die Zufriedenheit des Mitarbeiters haben. „Die Führungskraft muss ihre Mitarbeiter verstehen, um entsprechend handeln zu können.“ Private Aspekte seien davon nicht immer ausgenommen. Inwiefern sich der Mitarbeiter öffne, sei natürlich ihm überlassen, jedoch zeuge das Interesse des Arbeitgebers von Offenheit und Vertrauen.

Wer andere führen will, muss sich selbst führen können
Im Rahmen seiner Beratungstätigkeit und auf seinen Corporate Happiness Workshops registriert Dr. Oliver Haas immer wieder, dass viele Führungskräfte nicht in der Lage sind, Aufgaben zu delegieren. Ihnen sei nicht bewusst, wie wichtig Führung für die Mitarbeiterzufriedenheit ist. „Eine gute Führungskraft sollte 80 Prozent der Zeit mit Führung verbringen und nur 20 Prozent damit, operative Dinge zu erledigen oder Probleme zu lösen“, sagt Haas. „Denn sonst hemmt sie das Selbstvertrauen der Mitarbeiter, indem sie ihnen jedes Erfolgsgefühl nimmt, Aufgaben selbstständig lösen zu können.“ Führung muss nach Ansicht des Experten als Dienstleistung wahrgenommen werden und keinesfalls als Privileg. Und noch etwas sei wichtig: „Jeder Mensch führt zumindest sich selbst. Die Voraussetzung für jede Führungskraft sollte also sein, zunächst sich selbst führen zu können – durch Achtsamkeit und Selbstreflektion.“

Weitere Informationen unter www.corporate-hapiness.de
Hinweis zum Corporate Happiness® Kongress:
Am 19./20. Juni 2015 findet zum dritten Mal der Corporate Happiness® Kongress in München statt. Das diesjährige Thema lautet „Neue Arbeit – Neue Kultur: Führungsinstrumente der Zukunft“. Nähere Infos zum Programm sowie zur Anmeldungen finden Sie hier: http://corporate-happiness.de/kongress/kongress-2015/

Gefragt

Kennen Lokalzeitungen diesen Artikel 5 des Grundgesetzes, in dem es da nicht nur heißt:  “Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt”, sondern auch: “Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre”? 

Gesagt

Guido Wolf hat schon als Landtagspräsident Werbung in eigener Sache gemacht. Obwohl er das Amt nicht mehr hat, hört er damit nicht auf.
(Edith Sitzmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag. Während von der FDP wie stets dazu nichts zu hören ist, weil sie sich offensichtlich schon aus dem Landtag verabschiedet hat, hat sich das Plenum von Wolf am Nasenring  vorführen lassen und muss sich nicht wundern, dass dieser das Parlament nicht für voll nimmt und weiterhin als Phantomlandtagspräsident Terminen nachfährt, um Wahlkampf für sich auf Kosten des Steuerzahlers macht. Wann schaut mal der Landesrechnungshof auf Wolfs Abrechnungen? Immer noch kein Verdacht auf eventuelle Veruntreuung?)

Gelesen

trosrund

Trossingen läuft rund.

Grün-Rot-Rot  : Schwarz-Gelb = 48 : 43 Pozent
(tutut) – Bei der Sonntagsfrage kämen Grün-Rot wie Schwarz-Gelb auf je 43 Prozent. Allerdings wäre laut Infratest auch die Linke im Landtag mit 5 Prozent. Die AfD bliebe mit 4 Prozent draußen. Während die CDU nur 38 Prozent erreichte, brächte es die FDP auf 5 Prozent. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Rülke äußerte sich im SWR zufrieden, dass die “Rechtsradikalen” draußen wären und meinte damit wohl die AfD. Dass die FDP bei 5 Prozent Wackelkandidat ist, hat er wohl dabei übersehen, zumal es schon Regel ist, die AfD jeweils herunter zu befragen. Allerdings kommt die AfD bisher im Land noch so gut wie nicht vor. Ist der Landesvorsitzende im Europaparlament überfordert? Für die SPD müssen die erfragten 18 Prozent gegenüber 25 der Grünen besonders enttäuschend sein. Angesichts Kretschmanns geht der kleine Nils total unter,vor allem angesichts seines Anspruchs, Ministerpräsident weerden zu wollen. Guido Wolf hat noch nichts geliefert, denn mit 38 Prozent ist er von seinen 40 plus weit entfernt. Selbst Mappus hatte 39 Prozent. Und die FDP kam trotz ihres großen Absturzes 2011 noch auf 5,3 Prozent.

Verantwortungslos!
(tutut) – Am Donnerstag fand eine Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft statt. Wie ernst es Spaichinger Kommunalpolitiker mit der Verantwortung halten, nachdem sie sich haben wählen lassen, führen Tobias Schumacher und Harald Niemann vor: Tobias Schumacher, Fraktionsvorsitzender  der CDU im Gemeinderat, sagt ab, ohne Gründe zu nennen. Vermutlich versucht er in Allensbach zu zeigen, welche Leidenschaft Kommunalpolitik für ihn bedeutet. Denn dort meldet er gleichzeitig als Termin: “Do 26.03.2015, 19.30 Uhr, Bürgergespräch in Allensbach, Seegarten Restaurant”. Sein von ihm um Ersatz gebetener Vertreter, der Fraktionsvorsitzende von “Pro Spaichingen”, Harald Niemann, sagt ihm ab. Alle beiden Spaichinger Fraktionsvorsitzenden können also nicht, wofür sie sich haben wählen lassen:  Spaichinger Bürger in der Verwaltungsgemeinschaft zu vertreten. Das ist verantwortungslos gegenüber der Stadt Spaichingen! Ob in Zukunft die Wähler darüber nachdenken, wen sie da wählen, bevor sie wählen?

“Am liebsten würde ich Ihnen in die Fresse schlagen!”
(Südfinder. Wenn es um auffällige Themen geht, werden sie im Anzeigenblatt der Schwäbischen Zeitung versteckt? Ein skandalöser Ausraster eines seitens der Redaktion offenbar gehätschelten Fraktionsvorsitzenden und CDU-Kreisrats im Spaichinger Gemeinderat ist kein Thema im Lokalblatt? Warum verschweigt Regina Braungart diesen Auftritt, obwohl sie dabei war? Wie schrieb sie damals: “Harald Niemann war seiner Zeit voraus und griff im Ton eher deftig Richtung politischem Aschermittwoch. Er nutzte die Rede, um mit dem Schultes und seinen ‘Wasserträgerfraktionen’ – beide mit ‘F’ am Anfang – abzurechnen”. Ist ihr Verhalten nicht ebenfalls skandalös? Und was ist von einer Redaktionsleitung zu halten, die so etwas duldet? Es scheint, die Dame hat wohl einen ganz eigenen Humo, ihrer Zeit voraus? Disqualifiziert sie sich damit nicht selbst als unseriös? Soll Öffentlichkeit durch eine solche Art der Berichterstattung manipuliert werden? Soll der Nachrichtenwert einer Zeitung sich der Null annähern? Gute Nacht, Journalismus!)

FDP will Neubau des Schwimmbeckens
pm
(Schwäbische Zeitung. Wie der Text wirklich lautet, ist in der NBZ nachzulesen!  Ist das Lokalblatt zu angemessener Berichterstattung nicht mehr fähig?  Zeitungen im Sinkflug? Die Spaichinger Redaktion wird wohl nie lernen, was eine Pressemitteilung ist? Deutscher  Pressekodex: “Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden”. Lieber am Leser vorbei Altpapier produzieren u.a. mit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung  mit einem “Treffpunkt für Pflegekräfte” oder mit Gehaltsforderungen von Lehrern in BW? Ist da eine Redaktionsleiterin überfordert in ihrer Aufgabe oder ist das alles Chefsache für “christliche Kultur und Politik”?)

Zoll nimmt An­ge­klag­ten beim Schnit­zel­klop­fen fest
Gericht stellt Verfahren wegen gewerbsmäßigem Betrug ein
Trossingen/Spaichingen…
(Schwäbische Zeitung. Sack Reis in Peking umgefallen und wieder aufgestellt? Oder so? Falls jemand den Text eines Berichtversuchs versteht, darf er ihn behalten?)

Kreistag wählt Dapp-Nach­folger
Neuer Chefarzt der Spaichinger Klinik: Dr. Bernd Sauer
(Schwäbische Zeitung. Chearzt für Ärztehaus?)

Frittlinger bekommen Verkehrsinsel
Rund die Hälfte der Kosten von zirka 30 000 bis 35 000 Euro übernimmt das Land
(Schwäbische Zeitung. Was haben die Steuerzahler im Land mit Frittlinger Verkehrsmurks zu tun?)

Böttingen strebt Nahwärmeversorgung an
Experte stellt im Gemeinderat Details vor
Rene Müller von der Firma Solarcomplex hat im Gemeinderat das Konzept einer Nahwärmeversorgung erläutert, das die Firma in Böttingen verwirklichen möchte. Danach würde von der Biogasanlage Mattes eine Grundlast gefahren, die Spitzenlast könne über eine Heizzentrale mit regenerativen Energien gewährleistet werden…
(Schwäbische Zeitung. Wo auf der Welt gibt es regnerative Energien? Lernen die auf dem Heuberg nichts dazu aus Musterbeispielen wie Mauenheim oder Renquishausen?)

Egesheim bekommt eine Familienbesucherin
Präventionsprogramm des Landkreises Tuttlingen wird in der Gemeinde eingeführt
(Schwäbische Zeitung. Den Sozialismus in seinem Lauf hält kein Esel auf?)

Katholische Männer starten zum Sühnegang
Der diesjährige Sühnegang des Katholischen Männerwerks für die Region findet am Samstag, 28. März, von Bubsheim nach Böttingen statt…
(Schwäbische Zeitung. Was haben sie angestellt?)

Senioren lassen es sich gut gehen
(Schwäbische Zeitung. Greisenblödsinn in Seitingen-Oberflacht?)

Kreis-Jusos distanzieren sich von EZB-Krawallen
(Schwäbische Zeitung.Mit dem Flugzeugabsturz haben sie auch nichts zu tun?)

Kröte und Co. wandern wieder
Landratsamt Tuttlingen stellt Amphibienschutzzäune auf und bittet um Rücksicht
(Schwäbische Zeitung. Wann wandern Wolf und Bär?)

Aufklärung von Einbrüchen ist oftmals schwierig
(Schwäbische Zeitung. Wie wär’s mit Verhindern, ist das noch schwierier?)

“Auf uns wartet eine spannende Zeit”
Wirtschaftsforum der Stadt macht Station bei der Firma Haas Schleifmaschinen
(Schwäbische Zeitung. Kommt die Antwort auf die spannende Frage, was dieser Artikel den Trossinger Lesern sagen will? Wo ist die Pointe?)

Ermittler zum Germanwings-Unglück
Co-Pilot ließ Maschine offenbar absichtlich abstürzen
Die französischen Ermittler haben die Audiodateien aus dem Stimmrekorder ausgewertet. Sie kommen zu dem Schluss, dass der Co-Pilot die Maschine steuerte und den Sinkflug bewusst einleitete.
(spiegel.de. Ein Selbstmordattentäter. Manchmal kann zuviel Sicherheit tödlich sein. Einen allein im Cockpit darf es nicht mehr geben. Wie werden Passagiere seit Jahren durch sogenannte Sicherheitsmaßnahmen terrorisiert! In Wirklichkeit sind sie für den Fall des Falles sinnlos. Aber sich selbst haben die Fluggesellschaften in eine dämlich Falle manövriert. Türen auf diese Art zu verbarrikadieren, muss ja jeden Terroristen einladen. Denn ist er schnell mal drin im Cockpit, ist er dort vor allen für ihn unangenehmen Eventualitäten sicher.)

Nach dem Absturz von 4U9525
Größte deutsche Airlines ändern Cockpit-Regeln
Nach mehreren Billigfluggesellschaften ziehen nun die größten deutschen Airlines nach: In Zukunft soll sich kein Pilot mehr allein im Cockpit aufhalten, um ein Unglück wie das der Germanwings-Maschine zu vermeiden…Das bestätigte die Sprecherin des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Christine Kolmar, gegenüber FAZ.NET. „Der Entschluss steht“, sagte Kolmar. Derzeit liefen noch letzte Abstimmungen, auch weil die Neuregelung eine Änderung der Dienstpläne nötig mache. Die Regel solle aber „so schnell wie möglich umgesetzt werden“…
(faz.net. Logische Folge des vermeidbaren Mordfluges.)

Staatssekretär sagt Treffen mit Pegida-Anhängern ab
Der CDU-Abgeordnete Arnold Vaatz will sich am Abend im Bundestag mit Anhängern der Pegida-Bewegung aus Sachsen treffen. Die Opposition ist empört. Staatssekretär Kitschelt aus dem Entwicklungsministerium hat seine Teilnahme nun abgesagt.
(faz.net. Was ist überraschend an unfähigene Politikern? Zählt für die nur der gewalttätige linke Straßenmob? Hat sich über den in Frankfurt groß jemand aufgeregt von den Islamverstehern und Flüchtlingsheimholern?)

Berufswelt
Die Schule geschafft, aber der Arbeitswelt nicht gewachsen
Seit Jahren sollen “unnötige Härten” vermieden werden: keine Grundregeln beim Schreiben, keine schriftlichen Prüfungen, kein Sitzenbleiben. Mit der wahren Arbeitswelt sind Jugendliche so überfordert…Eine starke Nachfrage nach Arbeitskraft stößt “gerade noch” auf ein Angebot an Arbeitskräften…Ein zunehmender Teil der Schulabgänger bringt nicht mehr die Voraussetzungen mit, um eine Lehre zu machen. 256.000 junge Leute mussten 2014 ein “Bildungsprogramm im Übergangsbereich” absolvieren. Auch bei vielen Schulabgängern, die ein passables Zeugnis mitbrachten, stellte sich in den Betrieben heraus, dass sie nicht fähig oder nicht bereit waren, sich den Vorgaben eines Produktionsablaufs anzupassen…Dabei geht es nicht nur um ein Unterschichtproblem, wie die hohe Zahl von Studienabbrechern an den Hochschulen zeigt…Angesichts der drohenden Fachkräftelücke müssten sich also eigentlich alle Augen auf das Bildungswesen richten…Stattdessen werden drei Gruppen als Lückenfüller ins Gespräch gebracht: Frauen, Alte und Migranten sollen die Krise lösen..Geändert haben sich die Schulen, wo massive Eingriffe in bewährte Standards stattgefunden haben…An die Stelle von “totem” Wissen sollte die Vermittlung von sogenannten Kompetenzen treten….Mit dem Wörtchen Kompetenz (sein ursprünglicher Wortsinn meint nur die beamtenmäßige Zuständigkeit) wurde die Utopie einer höheren Ebene in die Schulen importiert, auf der substanzielle Bildungsbestände nicht mehr ausschlaggebend sind. Damit begann ein Abrissprogramm, das sich gegen alles richtete, was nun als “unnötige Härte” erschien:…Es ist daher falsch, die Fachkräftelücke als Problem der Wirtschaft anzusehen. In Wirklichkeit ist es ein Alarmzeichen für den Zustand des Bildungssystems…Die Berufsanfänger scheitern exakt dort, wo es um feste Kenntnisse und Ausdauer geht.
(welt.de. Heute fehlt Abiturienten elementarstes Wissen. Schreiben, Rechnen, Ausdauer, Disziplin, Ordnung? Fehlanzeige. Man gucke sich bloß einmal eine Tageszeitung an. Redaktionsbesetzungen wären früher kaum als Dorfmitarbeiter in Frage gekommen, ganz zu schweigen von mangelnder  Allgemeinbildung.)

Deutschland verzeichnet weltweit die meisten Asylanträge
Keine andere Nation erhält so viele Asylgesuche wie Deutschland, melden die Vereinten Nationen. Pro Kopf gerechnet nehmen viele Staaten allerdings mehr Flüchtlinge auf. Vor der Ministerpräsidentenkonferenz fordern die Länder, die Kosten gerechter zu verteilen
(faz.net. Sicher auch weltweit die meisten abglehnten ohne Konsequenzen? Warum ist das Wort “Asyl” in Deutschland eine Eintrittskarte, egal für wen?)

Kopftuch-Streit
AfD legt sich fest: „Ein Instrument der Unfreiheit“
Nach internen Unstimmigkeiten hat sich die AfD-Führung zu einer gemeinsamen Stellungnahme zum Kopftuch-Urteil aus Karlsruhe durchgerungen. „Bei allem Respekt“ wird das Urteil nun kritisiert.
(faz.net. Eine andere Antwort war doch gar nicht möglich. Sind Einheitspartei und Bundesverfassungsgericht für Unfreiheit? Dann sind die wohl auch für Provakationen gegen Deutschland. Koffer schon gepackt?)

Carl Roesch. Ein Schweizer Maler

Am Sonntag Eröffnung der Ausstellungssaison der Kunststiftung Hohenkarpfen

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Spaziergänger am Rhein mit Baum, 1964.

(tutut) – Am kommenden Palmsonntag, dem 29. März, um 11 Uhr eröffnet die Kunststiftung Hohenkarpfen die Ausstellungssaison 2015 mit der Frühjahrsausstellung „Carl Roesch. Ein Schweizer Maler“ im Kunstmuseum Hohenkarpfen in Hausen ob Verena (Kreis Tuttlingen). Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Kunststiftung Hohenkarpfen, Professor Dr. Friedemann Maurer, werden Stefan Bär, Landrat des Landkreises Tuttlingen, und Martha Monstein, Leiterin des Kulturamts des Kantons Thurgau Grußworte sprechen. Anschließend wird Dr. Hortensia von Roda, Geschäftsführerin der Sturzenegger-Stiftung des Museums zu Allerheiligen Schaffhausen in die Ausstellung und das Werk des Künstlers Carl Roesch einführen. Der musikalische Beitrag zum Saisonauftakt kommt vom Alphorn-Echo vom Rhy aus Diessenhofen.

Carl Roesch gehört zu den wichtigen Schweizer Künstlern des 20. Jahrhunderts. Als Kind deutscher Eltern im Jahr 1884 in Gailingen am Hochrhein geboren und im thurgauischen Diessenhofen aufgewachsen, erfährt er in seiner Jugend noch die Einheit des alemannischen Kulturraums sowie in den ersten Jahren seiner künstlerischen Laufbahn den lebendigen Zusammenhang des Kunstlebens beiderseits des Hochrheins an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Carl Roesch ist ein exemplarischer Künstler des 20. Jahrhunderts. In seinem Lebensgang spiegeln sich die historischen Entwicklungen und Verwerfungen ebenso wie in seinem Werk die maßgeblichen Strömungen der Kunst dieser Epoche. Seine künstlerische Laufbahn erstreckte sich über mehr als sieben Jahrzehnte. Schon in jungen Jahren überaus erfolgreich erwarb sich Roesch hohe Anerkennung. Zahlreiche Aufträge für monumentale Wandmalereien, Mosaiken oder Glasfenster in öffentlichen oder kirchlichen Räumen belegen die Wertschätzung, die Roesch genoss. 1937 vertrat er die Schweiz auf der Weltausstellung in Paris. Sein Wirkungszentrum blieb die Gemeinde Diessenhofen im Thurgau, wo er 1979 starb.

In seinem künstlerischen Werk setzte sich Roesch in gleicher Weise mit alter Kunst wie mit seinen Zeitgenossen – von Paul Cézanne über Pablo Picasso bis zu den Abstrakten der Nachkriegszeit – auseinander. Er nahm Anregungen von ihnen in seine künstlerische Arbeit auf und transformierte sie auf eigenständige und sehr eigenwillige Art.

Die Ausstellung im Kunstmuseum Hohenkarpfen ist die erste Einzelausstellung zum Werk von Carl Roesch in Deutschland. Sie wird ergänzt um die Präsentation einer Auswahl von Fotografien der fünfzig Jahre jüngeren Zwillingsbrüder Bruno und Eric Bührer. Sie dokumentieren das Leben Roeschs und seiner Frau Margrit, die großen Anteil an seinem Lebenswerk hatte.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch im Stuttgarter Belser Verlag, das neben Abbildungen sämtlicher Exponate und den kunsthistorischen Beiträgen auch Geleitworte von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Baden-Württemberg, und Regierungsrätin Monika Knill, Chefin des Departementes für Erziehung und Kultur des Kantons Thurgau, enthält.

Die erste Führung durch die Ausstellung findet am Mittwoch, dem 1. April, um 17 Uhr statt. Gleich am darauffolgenden ersten Sonntag im April, dem 5. April, um 16 Uhr findet die erste Sonntagsführung statt. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind von Mittwoch bis Sonntag und an den Feiertagen, auch an den Osterfeiertagen jeweils von 13.30 bis 18.30 Uhr.

Weitere Informationen zu Ausstellungen und Veranstaltungen der Kunststiftung Hohenkarpfen erhalten Interessenten während der Öffnungszeiten ab dem 29.03. von Mittwoch bis Sonntag jeweils 13.30 bis 18.30 Uhr im Museum oder unter Tel. 07424/4017.

Die Daten zur Ausstellung in Kürze:
Ausstellung:      Carl Roesch. Ein Schweizer Maler
Ort:                   Kunstmuseum Hohenkarpfen, Hausen ob Verena bei Spaichingen (Landkreis Tuttlingen)
Veranstalter:     Kunststiftung Hohenkarpfen e.V. (Kunstverein Schwarzwald-Baar-Heuberg)
Dauer:    29. März – 19. Juli 2015
Eröffnung:   Palmsonntag, 29. März, um 11 Uhr
Öffnungszeiten:   Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen, 13.30–18.30 Uhr
Information:  Tel. 07424/4017, museum@kunststiftung-hohenkarpfen.de
Katalog:  Belser-Verlag Stuttgart, 108 Seiten mit ca. 90 Abbildungen,
ISBN 978-3-7630-2703-3, Preis 19,95 €

FDP für Neubau des Lehrschwimmbeckens

Schillerschule Spaichingen wünscht baldige Lösung für den Schwimmunterricht

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Lang ist’s her: Betrieb im Lehrschwimmbecken der Schillerschule.

(tutut) – Die Schillerschule braucht wieder dringend ihr Lehrschwimbecken. Diesen Eindruck hat die Spaichinger FDP von einem Besuch in der Schillerschule nach einem Gespräch mit Rektor Norbert Hinz mitgenommen. Wie die FDP-Gemeinderatsfraktion in einer Pressemitteilung hervorhebt, will sie einen Antrag für den Bau eines neuen Lehrschwimmbeckens stellen. Eine Sanierung des nun schon seit drei Jahren wegen Mängel geschlossenen Lehrschwimmbeckens, darin waren sich der Schulleiter und Fraktionsvorsitzender Leo Grimm einig,  komme nicht mehr in Frage.

Rektor Norbert Hinz bedauerte gegenüber den Vertretern der FDP, so heißt es in dem Pressebericht weiter, die Schließung des Beckens und wünsche sich eine baldige Lösung. Derzeit werde der Schwimmunterricht im Sommer im Spaichinger Freibad abgehalten. Dort würden die Klassen mit dem Bus hingefahren, was sehr viel Zeit koste. Außerdem sei bei den vier bis fünf Terminen im Jahr, bei denen auch das Wetter mitspiele, ein wirklicher Schwimmunterricht nicht möglich.

Auch die Kooperation mit dem DLRG ersetze auf Dauer nicht den regulären Schwimmunterricht, weshalb man sich an der Schillerschule das Lehrschwimmbecken zurückwünsche. Fraktinsvorsitzender Leo Grimm hob hervor, dass ein Neubau keine teure Multi-Funktionshalle mit Schwimmbad im Keller und Sporthalle im Obergeschoss bedeuten solle. Es gehe, so unterstrich Stadtrat Marcel Aulia, um ein ganz einfaches, funktionales Lehrschwimmbecken Laut Pressebericht wolle die FDP-Fraktion beantragen, die Verwaltung möge zunächst Möglichkeiten eines Neubaus des Lehrschwimmbeckens und dessen Kosten überprüfen.

Im Verlauf des Gesprächs zwischen FDP-Gemeinderatsfraktion und einigen FDP-Mitgliedern und der Schulleitung wurden weitere Zukunftsperspektiven angesprochen. Nachdem in Aldingen, Wurmlingen und Tuttlingen seit der Regierungsübernahme durch Grün-Rot Gemeinschaftsschulen entstanden sind, sähe Rektor Norbert Hinz hierfür in Spaichingen allerdings kein Potential. Man habe bereits ein sehr differenziertes Schulsystem in Spaichingen, das auch genügend Mobilität zwischen den Schularten biete. Im Grundschulbereich, so Hinz, sei man an der Schillerschule hoch zufrieden, die Schülerzahlen seien recht konstant, und im Vergleich zu anderen Schule habe man in den letzten Jahren sogar zulegen können.

Schlechter stehe es allerdings um die Werkrealschule, da nicht mehr genügend Schüler für die Eingangsklasse zu finden seien. Im Schuljahr 2014/2015 konnten nur 17 neue Schüler in der Werkrealschule begrüßt werden. Unterschreite die Eingangszahl in zwei Folgejahren die 16-Schüler-Marke, so werde die Schule nach dem Abschluss aller Schüler geschlossen. So sehe Hinz die Schillerschule in naher Zukunft nur noch als Grundschule und könne sich im Bereich der Werkrealschule eine Kooperation mit der Realschule vorstellen. Was das Thema Ganztagesschule betreffe, sehe sich die Schillerschule von der Regierung vernachlässigt. Diese fordere zwar die Einrichtung einer Ganztagesschule, bei der Finanzierung gebe es aber noch viele Unklarheiten.

Die Schillerschule sei zwar keine offizielle Ganztagesschule, dennoch sei man mit Aufenthaltsraum, Mittagessen und flexibler Betreuung von 7.30 bis 16.30 Uhr gut organisiert. Norbert Hinz, so das Ergebnis des Gesprächs mit der FDP, hält dieses Angebot für sehr wichtig,  dennoch sehe er keinen Bedarf für eine verpflichtende Ganztagesschule, da die Nachfrage schlicht und einfach nicht da sei, denn nur rund 18 Schüler nähmen das Angebot derzeit unregelmäßig wahr.

Leo Grimm kritisierte in diesem Zusammenhang, dass Gemeinschaftsschule und Ganztagesschule als Bildungsangebot leider viel zu sehr ideologisch besetzt seien, anstatt sich nach dem tatsächlichen Bedarf zu richten. Die FDP sehe die Schillerschule jedoch gut für die Forderungen der Zeit gewappnet, Leo Grimm bescheinigte Norbert Hinz und seinem Team gute Arbeit.

Auf Frage des Fraktionsvorsitzenden zeigte sich Rektor Hinz höchst zufrieden über die Parkplatz-Lösung an der Schillerschule. Mit Hilfe der FDP-Fraktion hatte man dort im Jahr 2013 einen teuren Parkplatz-Neubau zu Lasten des Sportplatzes verhindert. Stattdessen könne nun der Verkehrsübungsplatz bei Großveranstaltungen am Wochenende zum Parken genutzt werden. Dies, so Hinz, werde nach anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten auch gut von Sportlern und Besuchern wahrgenommen.

Fahrrad kaufen?

Großes  Angebot an Modellen und Marken

Einen guten Fahrradhändler zeichnet auch Menschenkenntnis aus. Oft genug muss er erspüren, was für ein Rad optimal für seinen Kunden ist, denn nicht alle betreten den Laden mit klaren Vorstellungen.

Bild: www.pd-f.de / Kay Tkatzik

(lifePR) – Wer ein Fahrrad kaufen möchte, ist als Laie vom großen Angebot an Modellen und Marken schnell erschlagen. Fachhändler bieten hier im Vergleich zu Online-Shops den Vorteil einer kompetenten Beratung. Außerdem kann man die Räder anschauen, anfassen und Probe fahren. Um das passende Fahrrad zu finden, ist aber nicht nur der Verkäufer gefragt, auch die Kunden sollten einige Dinge beachten. Der pressedienst-fahrrad gibt Tipps zum Kauf.

Einsatzbereich klären
Es gibt eine Unmenge verschiedener Fahrradtypen. Welche Art von Rad am besten geeignet ist, hängt davon ab, für welche Zwecke man es braucht – und das wird zumeist auch die erste Frage des Händlers sein. Kommt das Fahrrad also vorwiegend als Nutzfahrzeug im alltäglichen Straßenverkehr zum Einsatz und will man zudem Einkäufe oder Ähnliches transportieren? Oder soll es, ganz ohne praktische Hintergedanken, möglichst großen Fahrspaß als Freizeitgefährt bieten? Wer hier mit klaren Vorstellungen in den Laden geht, wird schnell herausfinden, ob es eher ein Citybike oder ein Trekkingrad sein sollte.

“Der Einsatzbereich beeinflusst aber nicht nur das Radkonzept, sondern auch die Ausstattung”, ergänzt Tobias Erhard vom Komponentenhersteller Sram. So stellen Steigungen und Gelände andere Anforderungen an Gangschaltung und Bremsen als asphaltierte Wege in der Ebene. Gleiches gilt für die Tauglichkeit im Straßenverkehr: “Mit zugelassener Akkubeleuchtung lassen sich zwar auch sportlichere Räder StVZO-konform ausstatten, zum sorglosen Verkehrsmittel im Alltag wird das Rad aber nach wie vor am besten mit Nabendynamo und fester Lichtanlage”, erklärt Sebastian Göttling von Busch & Müller.

Ein wichtiger Punkt wird oft vergessen: die Unterbringung. “Ob ich das Rad ständig die Kellertreppe rauf und runter tragen muss oder ob ich mir eine schicke kleine Fahrradgarage vors Haus stellen kann, macht einen gewaltigen Unterschied”, merkt Andreas Hombach vom Stadtmöblierer wsm an. Denn wo im einen Fall auch ein schweres E-Bike kein Problem darstellt, muss man sich im anderen zumindest Gedanken über alternative Abstellmöglichkeiten machen. Fehlen diese, ist möglicherweise ein kompaktes Faltrad die bessere Wahl.

Budget festlegen
Unter ca. 600 Euro darf man auch 2015 kein vernünftiges Rad erwarten. Bei E-Bikes gilt als Faustregel für den Vergleich der zweieinhalbfache Preis, sprich: hier beginnt der Einstieg derzeit bei etwa 1.500 Euro. Schon der Akku kostet zwischen 500 und 800 Euro. Doch die Mehrkosten für ein Pedelec sind nicht nur dem Antrieb geschuldet: “Das Gewicht und die im Schnitt höheren Geschwindigkeiten stellen insgesamt höhere Anforderungen an das Material. Neben einem besonders robusten Rahmen betrifft das vor allem Komponenten wie Bremsen, Reifen oder Federungselemente”, führt Anja Knaus vom schweizerischen Elektrorad-Spezialisten Flyer aus.

Griffige Zahlen wie 1.000, 1.500 oder 2.000 Euro stellen die sogenannten “Eckpreislagen” dar, an denen um die Gunst der Kunden besonders hart gekämpft wird und wo die Hersteller knallhart kalkulieren müssen. Hier finden sich oft deutliche Qualitätssprünge, vor allem bei der Ausstattung.

Apropos Ausstattung: Eine beliebte Strategie ist es, ein Komplettrad mit hochwertigem Rahmen, aber günstigen Komponenten zu kaufen, um es im Laufe der Zeit aufzurüsten. Letzten Endes geht das allerdings ins Geld, erfordert einen gewissen Überblick und eignet sich für den Durchschnittskunden nur in Verbindung mit Beratung. Eher lohnt es sich, hier und da auf Verzicht und dafür an anderer Stelle auf Qualität zu setzen: Statt einer Federung, die aus Budgetgründen höchstens zweitklassig ausfallen darf, tun es in der Stadt auch voluminöse Reifen, und wer nur in der Ebene fährt, braucht nicht dutzendweise Gänge. Unbedingt einplanen sollte man allerdings Kosten für ein angemessenes Fahrradschloss, empfiehlt Torsten Mendel von Abus: “Je besser das Rad, desto mehr sollte man auch in ein gutes Schloss investieren. Im Ernstfall hat sich die Ausgabe gelohnt”. Um es Gelegenheitsdieben, die es auf Sattel oder Reifen abgesehen haben, etwas schwerer zu machen, kann man zudem den Händler bitten, die Schnellspanner austauschen, wenn das Rad nicht regelmäßig verstellt oder zum Transport zerlegt werden soll.

Termin vereinbaren
Sicher, man kann selbst bei einem spontanen Ladenbesuch Glück haben, aber nur wer sich vorher anmeldet, kann damit rechnen, dass der Verkäufer Zeit für eine intensive Beratung hat. “Ausreichend Zeit sollte man allerdings auch selbst mitbringen”, betont Peter Horsch von Blue Label, denn oft dauere das Beratungsgespräch länger als geplant. Dementsprechend sollten Stoßzeiten wie der Samstag ohnehin vermieden werden, besser man nimmt sich unter der Woche frei. Manche Händler beraten Kunden gerne außerhalb der Öffnungszeiten – dafür muss man aber selbstverständlich vorher anrufen.

Bei der Terminabsprache kann man zudem fragen, ob der Händler möglicherweise eine Vermessung anbietet. Das ist nämlich nicht nur bei Maßrahmen sinnvoll, auch in Serie produzierte Räder lassen sich an die individuelle Anatomie anpassen. “Ergonomie ,von der Stange’ gibt es natürlich nicht. Aber durch einen klug vorausgewählten Baukasten lässt sich aus standardisierten Teilen ein passendes Rad zusammenstellen”, erklärt Stefan Stiener von der Manufaktur Velotraum.

Ausrüstung mitbringen
Um das Fahrrad so zu testen, wie man es schlussendlich fahren möchte, empfiehlt es sich, die gewohnte Ausrüstung für die Probefahrt selbst mitzubringen. “Frisch aus dem Büro, eingeengt mit Anzug und Schlips, sitzt man anders im Sattel als in radspezifischer Funktionskleidung mit gepolsterter Hose und Trikot”, bemerkt Stephanie Herrling von Vaude.

Das betrifft aber nicht nur die Bekleidung. Ob die Fahrradtaschen passen und nicht beim Pedalieren stören oder ob der sonst so bequeme Lieblingsrucksack auf dem neuen Fahrrad plötzlich drückt, lässt sich nur feststellen, wenn man es ausprobiert. Bei manchen Ausrüstungsgegenständen wie etwa dem bevorzugten Sattel kann der Händler oft ersatzweise aushelfen, aber das gewohnte Kinderanhänger-Modell z. B. wird er oft nicht vorrätig haben, wie Natascha Grieffenhagen von Croozer erklärt.

Probefahrt machen
Ausreichend Zeit benötigt man für eine Probefahrt, denn die sollte nicht nur kurz um den Block gehen, vor allem wenn man das Fahrrad für längere Strecken braucht. “Ein Rad, das in die engere Wahl kommt, leiht der Händler möglicherweise sogar übers Wochenende aus”, ermutigt Anke Namendorf von Koga. Dass es bei so viel Vertrauen mit besonderer Sorgfalt behandelt wird, sollte dann allerdings selbstverständlich sein. Nicht selten verlangt der Händler dann eine Leihgebühr, die er später mit dem Kaufpreis verrechnet. Als Strecke für die Probefahrt sollte man idealerweise direkt die Wege des Alltags wählen, auf denen das Rad zum Einsatz kommen soll.

Wenn man das Gefühl hat, dass das Rad zwar grundsätzlich passt und nur Kleinigkeiten stören, darf man den Händler ruhig bitten, die Einstellungen zu ändern. Auch ein anderer Sattel oder Lenker bewirkt manchmal kleine Wunder. Um einen Vergleich zu haben, lohnt sich darüber hinaus die Probefahrt mit einem teureren Modell. So stellt man schnell fest, ob das ins Auge gefasste günstige einigermaßen mithalten kann.