Spaichingen hat schon gewählt

Seniorenwähler wählen Senioren-Wähler – oder so


Es ist angerichtet…

(tutut). Spaichingen hat schon gewählt. Dies teilt das Lokalblatt seinen Wählern mit. Oder etwa nicht? “Seniorenwähler machen ein Viertel der Wählerschaft aus”. Ist die Wählerschaft nun in bisher unbekannte “Seniorenwähler” aufgespalten? Die wiederum ein Viertel der gesamten Wählerschaft umfassen? Ein großes Bild von kleinen runden angeschnittenen Käslein, so lässt ein erster Blick vermuten, daher stammt wohl im Volksmund der Ausdruck Käsblatt, illustriert ein paar rätselhafte Zeilen. Wohin die führen sollen, ist nicht erkennbar.

Denn wenn in Spaichingen schon gewählt worden ist, worauf die benannte Wählerschaft ja hinweist, denn sonst wären es ja nur Wahlberechtigte, dann stellt sich die Frage, wer an der Prim “die Senioren” definiert. Wer hat festgelegt, was sie sind und das sie sind “ab 65″. Was ist ein 64-Jähriger? Ein Vorsenior? Eine Vorseniorin?  Nun scheint, was “Senioren” betrifft, Spaichingen laut Definition Lokalblatt zumindest in Baden-Württemberg ein sogenanntes Alleinstellungsmerkmal besitzen. Denn: “Spaichingen dürfte wegen seiner vielen Seniorenwohnungen und wegen des Altenzentrums die anteilsmäßig meisten Senioren-Wähler beherbergen”. Ist denn bisher gar nicht aufgefallen im Land, dass nur in Spaichingen und nicht woanders ältere Menschen leben? Vermutlich ist dies lediglich eine Frage der  Klassifizierung und Zertifizierung. Erst die Seniorenwohnung und ein Altenzentrum machen den “Seniorenwähler”, und dieser wählt “Senioren-Wähler”? Und der oder die macht ein wahnsinnig großes Viertel der Bevölkerung aus, welches, siehe oben, in Spaichingen bekanntlich bereits gewählt hat. Sich selbst. Oder auch nicht. Denn so sicher scheint sich das Blättle nicht zu sein: “Noch kann sich die exakte Zahl der Wahlberechtigten verändern”.

Also, noch einmal alles von vorne: Wie ist das mit den Heuberger Geheimnissen und ihren Bräuchen? Wer gewählt hat, muss nicht wahlberechtigt sein? Oder kann jeder Wahlberechtigte vielleicht ein Wähler sein? Haut das vielleicht hin? Ob sich die Autoren mal einigen werden, was sie sagen wollen? Die da sind: “(abra) Grafik: Matthias Wagner /Quelle: Gemeinden / Recherche: Jan Merkt”. Viele Rechercheure verderben die Recherche? Oder so?

Was ist, wenn die “Senioren-Wähler” noch gar nicht gewählt haben, sondern nur Wahlberechtigte sind, die  gar nicht vorhaben, zu wählen? Welcher Astrologe hat dem Blatt gemeldet, dass “Seniorenwähler” genau “ein Viertel der Wählerschaft” ausmachen, obwohl sich “die exakte Zahl der Wahlberechtigte verändern” kann? Wer jetzt zum Beispiel gerade 64 ist und damit nicht zu den “Senioren ab 65″ gehört, aber vor oder zum 25. Mai, dem Wahltag, 65 wird, schmeißt ja die ganze Rechnung über den Haufen. Wieso aber soll sich dadurch die Zahl der Wahlberechtigten verändern? Hat der dann 65-Jährige vorher mit 64 keine Wahlberechtigung gehabt?

Wer sagt denn, dass die 18 (warum nicht 17 oder 19?) kleinen angeschnittenen bunten Käse auf dem großen Bild “von 18 Gemeinden”, welche die “Wähler nach Altersgruppen” darstellen sollen, überhaupt Wähler sind, jetzt, vor der Wahl? Vielleicht sind sie nur Wahlberechtigte, machen aber von dieser Berechtigung gar keinen Gebrauch, was bekanntlich auch zu “Heuberger Bräuchen” wie Branntwein seit altersher gehört?

Früher durften sie gar nicht wählen, dann nur ein klitzekleiner Teil, dann immer mehr, dann alle ab 18, nun alle ab 16, und trotzdem verzichteten vor fünf Jahren 49,3 Prozent, vermutlich der kleinen oder auch großen Käse wegen, auf diese Qual? Bei der letzten Kommunalwahl ist also nur rund die Hälfte der Wahlberechtigten auch Wähler gewesen. Vielleicht werden es diesmal mehr, wenn neben Freien Wählern auch erstmals Senioren-Wähler antreten? Vielleicht aber ist nur nichts so alt wie die Zeitung von heute?

Wer Lust hat, ein bisschen zu rechnen, wird sehr schnell merken, was Bullshit ist, auch wenn es in einem Lokalblatt auf Papier steht: Bei den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg sind 8,5 Millionen Bürger wahlberechtigt.  Davon sind 0,6 Millionen EU-Bürger. 2,1 Millionen der Wahlberechtigten sind 65 Jahre alt und älter. Damit liegt  Spaichingen mit seinen Älteren genau im Schnitt. Ist nichts mit Alleinstellungsmerkmal. Bleibt nur ein Haufen Altpapier. Was wohl zu beweisen war?

Kind öffnet unbemerkt den Gurt: Bußgeld

Autofahrer müssen auf die Sicherheit mitfahrender Kinder achten

(lifePR) – Autofahrer sind dafür verantwortlich, dass mitfahrende Kinder während der gesamten Fahrt angeschnallt bleiben. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische (W&W), weist auf eine aktuelle Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm (RBs 153/13) hin. Ein Bußgeld ist demnach auch dann fällig, wenn ein Kind während der Fahrt unbemerkt den Gurt öffnet.

Im entschiedenen Fall kam ein Autofahrer, der auf dem Rücksitz ein vierjähriges Kind dabei hatte, in eine Polizeikontrolle. Das Kind saß unangeschnallt in einem Kindersitz. Der Autofahrer berief sich darauf, dass er sein Kind vor Beginn der Fahrt vorschriftsmäßig angeschnallt habe. Während der Fahrt habe es jedoch den Gurt unbemerkt geöffnet.

Trotzdem erging ein Bußgeldbescheid, den das Oberlandesgericht Hamm bestätigte. Laut der Entscheidung hätte der Vater sein Kind vor Antritt der Fahrt darauf hinweisen müssen, zu welch schwerwiegenden Folgen es kommen könne, wenn es sich während der Fahrt abschnallt.

Bereits ein vierjähriges Kind sei in der Lage, ein ausgesprochenes Verbot zu verstehen und zu befolgen. Außerdem hätte der Fahrer während der Fahrt immer wieder kontrollieren müssen, ob das Kind noch angeschnallt ist. Autobahnen und Schnellstraßen seien zu meiden, wenn die Kontrolle während der Fahrt nicht möglich ist und keine weitere Begleitperson mitfährt.

Gefragt

Ist der lautstarke Protest von Christen-Retter Volker Kauder etwa überhört worden angesichts des Verlangens von CDU-Abgeordneten, trotz Ablehnung durch die Regierung Leopard-Panzez mach Saudi-Arabien zu liefern, obwohl dort schon das Tragen eines Kreuzes mit Auspeitschen belohnt wird?

Gelesen

Weiß die nicht, wer wann kommt?

Katrin Schütz rückt nach vorn
Neue Generalsekretärin der Südwest-CDUThomas Strobl zieht die Frauenkarte
…Die Karlsruher Landtagsabgeordnete Katrin Schütz ist neue Generalsekretärin der Südwest- CDU. Mit der 47-Jährigen gelangt im Landesverband erstmals eine Frau in dieses Parteiamt, das seit der Wahl Strobls zum Landeschef nach dem Machtverlust im Jahr 2011 zunächst vakant geblieben ist…allerdings kann Katrin Schütz ihr Parteiamt nur kommissarisch ausüben, so lange sie nicht von einem Landesparteitag gewählt ist…Zugleich ließ er durchblicken, dass er die offizielle Anmeldung der Spitzenkandidatur des Landtagspräsidenten Guido Wolf als störend empfand. Strobl möchte die Berufung von Katrin Schütz als „konsequente Fortsetzung der Modernisierung und Öffnung“ der Landes-CDU verstanden wissen…Die neue Generalsekretärin…Ihr Vater war Amerikaner…erwarb einen Abschluss als Damenschneiderin und führte von 1991 bis 2006 als Geschäftsführerin ein Familienunternehmen. Sie ist Mutter zweier erwachsener Söhne, katholisch und geschieden. 2006 zog sie erstmals in den Landtag ein. Sie ist Mitinitiatorin des CDU-internen Projekts „Frauen im Fokus“, mit dem die Männerdominanz in der Partei gebrochen werden soll…
(Stuttgarter Zeitung. Und wenn’s die Arschkarte ist? Die neue Generalsekretärin ist auch Bezirksvorsitzende der Frauen Union Nordbaden, was bereits schon des grünen Bondes Frau war, und ist stellvertretende Landesvorsitzende der Frauen Union Baden-Württemberg.)

CDU-Politiker lässt Video übersetzen
Öney und der Völkermord
Beim heiklen Thema „Völkermord an Armeniern“ hat sich aus Sicht der CDU Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) gegenüber Türken anders geäußert als gegenüber deutschen Mitbürgern.
(Stuttgarter Nachrichten. Ist alles bei der CDU u.a. übersetzbar, wenn der Tag lang ist und Politiker reden?)

Stuttgart bleibt bei Feinstaub schmutzigste Adresse in Deutschland
Stuttgart bleibt bei der Feinstaub-Belastung unrühmlicher Spitzenreiter in Deutschland. Am verkehrsreichen Neckartor wurde der erlaubte Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft bis Mitte März bereits an 36 Tagen überschritten,teilte die Landesanstalt für Umwelt am Dienstag in Karlsruhe mit. Die EU gestattet 35 Grenzwertüberschreitungen im Jahr.
(Südkurier. Muss jetzt der EU-Kommissar Oettinger draußen bleiben? Oder wie oft darf er nach Stuttgart?)

Gesundheitsschutz
„Feinstaub-Wirkung von Umweltzonen kaum messbar“
Umweltzonen sollen Städte von Feinstaub entlasten. Ob sie das aber schaffen, ist kaum messbar, wie es beim Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie. Gleichwohl hält das Amt Umweltzonen für sinnvoll.
(faz.net. Aber tausende Strafzettel sind messbar.)

Kardinal Müller im Gespräch (Teil 2)
„Die Ehe darf nicht zu einer abstrakten Theorie werden“
Kurienkardinal Müller warnt vor Praxisferne in der Behandlung der Ehe. Das Wort Gottes dürfe dennoch nicht auf unseren Bedarf heruntergebrochen werden, sagt der vatikanische Präfekt der Kongregation im zweiten Teil des F.A.Z.-Gesprächs.
(faz.net. Will er heiraten? Warum gibt eine FAZ solchem Geschwurbel Platz?)

Schokolade
Osterhase schlägt Weihnachtsmann
Der Appetit auf Schoko-Osterhasen ist in diesem Jahr besonders groß. In Deutschland werden sogar mehr von ihnen produziert als süße Weihnachtsmänner
(faz.net. Und beide schlagen auf den Magen und auf die Hüften?)

Raumsonde Cassini
Gewaltiger Sturm auf dem Saturn
Auf dem Nordpol des Ringplaneten wehen extrem starke Winde. Sie sind äußerst stabil und haben eine kuriose Gestalt und außergewöhnliche Eigenschaften.
(faz.net. Wo bleibt Heute extra live? Klimawandel!)

Türkische Gemeinde fordert mehr Migranten auf Wahllisten
Migranten sollten nach dem Willen der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg häufiger als ernsthafte Kandidaten zur Wahl antreten. «Man kommt in den Kommunen nicht ohne Migranten aus», sagte der Landesvorsitzende Gökay Sofuoglu der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart
(Südkurier. Scharia, Scharia, ho? Jetzt geht’s los in diesem Land? Wie wär’s mit Integration?)

Polizei
Wo Beamte Zielscheiben in Uniform sind
Polizisten beklagen zunehmende Angriffe und fehlenden Respekt. Ein türkischstämmiger Streifenbeamter aus Duisburg erzählt, warum Migranten besondere Probleme bereiten. Multikulti sei gescheitert.
(welt.de. Die die Ministerin in BW ist doch wohl integriert?)

Narrenschopf hat neuen Besitzer
Der Verein Narrenschopf übergibt die Immobilie des Narrenschopfes an die Kulturstiftung der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Das haben die Mitglieder des Vereins beschlossen. Das Inventar, also Fastnachtsfiguren, Häser und Masken sind bereits im Besitz der Stiftung.
(Südkurier. Osterhäser?)

FDP Vom Wirtstier verschmäht
Der wichtigste Verbündete der FDP in ihrem Überlebenskampf wendet sich ab. Die Union sehnt sich keineswegs nach dem langjährigen Partner zurück. Im Gegenteil.
…Nachdem die Grünen sich der Übernahme von Regierungsverantwortung hartnäckig verweigert haben und die Linkspartei programmatisch immer noch tief in der Opposition steckt, versteht der Bürger allmählich, dass er auf nicht absehbare Zeit von einer großen Koalition regiert werden wird…Der Wähler müsste mit dem verzweifelten Ruf „Ihr seid unsere letzte Hoffnung!“ auf die FDP zurennen.Tut er aber nicht. Sieben Umfrageinstitute haben im März und April von den Bürgern wissen wollen, wen sie wählen würden, wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl. Ein einziges Institut sieht die FDP bei fünf Prozent. Die anderen Ergebnisse liegen zwischen 4,8 und 3 Prozent…Allmählich gerät die Partei aus dem Blick…Öffentlich erklären die Verantwortlichen in der CDU das Modell Schwarz-Gelb zwar nicht für endgültig gegenstandslos…Doch das eigentliche Problem für die FDP liegt in den nichtöffentlichen Äußerungen…Im Umfeld der Parteivorsitzenden Angela Merkel bedauern nicht wenige, dass man nach der Bundestagswahl mit den Grünen nicht übereingekommen ist…Wenn aber das machtpolitische Wirtstier der FDP nach außen deutlich macht, dass es den alten Partner nicht mehr braucht, um das Land zu regieren, dann wird das irgendwann auch zum Wähler vordringen.
(faz.net. Ist’s manchmal nicht ein Blinddarm nur, wenn’s irgendwo zwickt?)

Eigenes Sofortprogramm:
Union überholt Hendricks beim Klimaschutz
Ein Sofortprogramm für Klimaschutz hatte Barbara Hendricks Ende Januar angekündigt – veröffentlicht hat die SPD-Umweltministerin bisher nichts. Nun kommt ihr eine Expertengruppe der Union mit einem eigenen Papier und teils drastischen Forderungen zuvor.
(spiegel.de. Noch mehr Verrückte auch in der CDU? Warum soll Klima nicht tun, was es immer getan hat: sich wandeln?)

Bewerberin mit Silikonbrüsten darf Polizistin werden
Wegen der erhöhten Verletzungsgefahr bleibt jungen Frauen mit Implantaten in der Brust der Polizeidienst eigentlich verwehrt. Doch es gibt Ausnahmen – und manchmal mischen sich Gerichte ein…Der Petitionsausschuss des Landtags, an den sich die Frau gewandt hatte, hat in ihrem Fall nun aber anders entschieden. Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) habe dem nicht widersprochen, erklärte die Ausschussvorsitzende Beate Böhlen. Laut Böhlen handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung, es  sei nachvollziehbar, warum die junge Frau sich unters Messer gelegt habe. Einzelheiten wollte Böhlen nicht nennen…
(faz.net. Geheimwaffe? Gab’s einen Vor-Ort-Termin?)

Nils Schmids Amtschef muss gehen
Drei Jahre hat Wolfgang Leidig den Finanzteil des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft als Amtschef geführt. Nun versetzt Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) den 59 Jahre alten Verwaltungswissenschaftler in den einstweiligen Ruhestand…Nachfolger von Leidig soll Rolf Schumacher werden, der seit Juli 2012 an der Spitze der Verwaltung des Wirtschaftsteils des Ministeriums steht. Leidig ist bereits die zweite Führungskraft, die Schmid auswechselt…Zwei Jahre vor der Landtagswahl wolle sich Schmid, der auch Landesvorsitzender der SPD ist, aber besser aufstellen…Die SPD vermisst bei ihrem Spitzenmann Schmid immer wieder die Strahlkraft. Mehrfach wurde kritisiert, das Doppelministerium sei zu groß, der „Superminister“ verzettle sich…
(Stuttgarter Zeitung. Statt Supermini? Muss nicht nur wer liegt, aufgestellt werden?)

Jedes Jahr zu Ostern
Tanzverbot wieder in der Diskussion
Die einen finden es angemessen, die anderen fühlen sich gegängelt: Das Tanzverbot zu Ostern sorgt jedes Jahr aufs Neue für Diskussionen. Nun haben die Jungen Liberalen Baden-Württemberg eine Aufhebung gefordert.
(Stuttgarter Zeitung.Julis wollen unter Drogen tanzen? Politik verzweifelt gesucht?)

Bonde: Land ist inzwischen viel moderner als die CDU
Baden-Württembergs Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde (Grüne), räumt der CDU bei der Landtagswahl 2016 keine Chancen ein. “Ich sehe nicht, dass irgendjemand zurück will in die Zeit einer Regierung von Stefan Mappus und anderen..
(Südwest Presse. Was meint seine CDU-Ehefrau dazu, die im Gegensatz zu ihm was gelernt, studiert und sogar Dr.und Prof hat?)

Standorte für mehr als 120 Windkraftanlagen verpachtet
Im Südwesten gibt es immer mehr Standorte für Windkraftanlagen: Weitere 25 Flächen, auf denen mehr als 120 Windkraftanlagen entstehen können, sind nun verpachtet. “Der Landesbetrieb ForstBW treibt die Vermarktung geeigneter Flächen im Staatswald für die Windkraftnutzung voran”, sagte der Minister für ländlichen Raum, Alexander Bonde (Grüne), am Dienstag in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis). ForstBW verstehe sich als einer der Motoren der Energiewende.
(Südwest Presse. Ist das nicht Geldschneiderei, von Grün-Rot gefördert mit Natur und Umwelt als Opfer?)

Wenn Wahlen etwas ändern würden…

…wären sie längst abgeschafft?

(tutut). Mit sogenannten freien Wahlen  kann jedes Monster an die Macht gelangen. Eine Wahl allein macht noch keine Demokratie. Was aber muss jene geritten haben, zum Hohn noch eins draufzusetzen und Wahlen zu Kinderkram zu machen?

Nichtvolljährige dürfen in Baden-Württemberg und in anderen sozialistischen  Einheitsbundesländern wählen. Gleichzeitig mutet ihnen aber weiterhin niemand zu, Verantwortung im Straßenverkehr am Steuer eines Autos übernehmen zu dürfen. Über den Bau von Straßen und von Autos, wo es um Milliarden geht, dürfen sie aber mitstimmen?

Was Jugendliche selbstverständlich nicht dürfen, wenn sie noch keine 18 und damit volljährig sind:
Sie dürfen eine Tabakwaren kaufen und nicht in der Öffentlichkeit rauchen.
Sie dürfen sich nicht in Nachtbars und Spielhallen aufhalten oder an anderen Orten, welche als jugendgefährdend gelten.
Sie dürfen Spirituoasen weder kaufen noch trinken.
Süe dürfen ohne Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person sich bei öffentlichen Filmveranstaltungen bis 24 Uhr aufhalten. Die dort gezeigten Filme müssen für ihre Altersstufe freigegeben oder Informations-, Instruktions- oder Lehrfilme sein.
In Gaststätten dürfen sie sich zwischen 24 und 5 Uhr nicht aufhalten, außer wenn sie an einer Veranstaltung eines anerkannten Trägers der Jugendhilfe teilnehmen.
Bei Tanzveranstaltungen ist der Aufenthalt nach 24 Uhr nicht erlaubt.
Filme oder Spiele z.B. auf DVD oder CD dürfen Jugendlichen ab 16 Jahren in der Öffentlichkeit nur zugänglich gemacht werden, wenn diese für ihre Altersstufe freigegeben sind.

Diese Einschränkungen zeigen, dass Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren keineswegs für voll verantwortlich genommen werden. Gleichzeitig wird aber offenbar davon ausgegangen, dass durch sie keinerlei Gefährdung für den Ausgang von Wahlen zu befürchten ist. Dies mag damit zusammenhängen, dass Wahlen wohl längst abgeschafft worden wären, wenn sie etwas ändern würden. Ausnahmen sind Betriebsunfälle.

Warum werden das Rauchen oder das Tanzen nach 24 Uhr oder irgedein zensierter Film  dagegen für viel gefährlicher gehalten als die Teilnahme an einer Wahl? Warum sind unter 18-Jährige nur beschränkt geschäftsfähig, brauchen meist also die Eltern, um ein Geschäft abschließen zu können, während sie die Meinung der Mutter oder des Vaters bei einer Wahl neutralisieren dürfen?

Wer Wählen mit Demokratie verwechselt, welche danach vier oder fünf Jahre Pause einlegen muss, hat irgendetwas nicht verstanden. Hierzu scheinen auch jene zu gehören, welche das aktive Wahlalter auf 16 gesenkt haben, ohne darauf zu achten, dass 52 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 25 eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre ablehnen und nur 25 Prozent befürworten laut der 15. Shell-Jugendstudie.

Übrigens: Erst 1972 ist das aktive Wahlalter unter Bundeskanzler Willy Brandt von 21 auf 18 gesenkt worden.Wer allerdings mehr Demokratie wagen will durch Herabsetzung des aktiven Wahlalters auf 16 muss auch mehr Politik in der Schule wagen. Die ist aber erst in der Oberstufe dran…

Brustkrebs: Mythen & Fakten

70 000 Frauen jedes Jahr neu betroffenKostenloser Ratgeber


(lifePR) – Über 70.000 Frauen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Brustkrebs, damit ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Dennoch gibt es erschreckende Wissenslücken über diese Krankheit, wie eine jüngst veröffentlichte Untersuchung der Barmer GEK und der Bertelsmann Stiftung zeigte: Rund 30 Prozent der befragten Frauen waren beispielsweise der Meinung, das Mammografie-Screening könne den Ausbruch der Krankheit verhindern. Sinn und Zweck der Untersuchung ist jedoch lediglich die frühzeitige Erkennung möglicher Tumoren.

Auch bezüglich der Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Brustkrebs gibt es ähnlich viele Theorien wie Krankheitsfälle. Die kostenlose Sonderausgabe „Brustkrebs – Mythen & Fakten“ des Brustkrebsmagazins Mamma Mia! gibt nun Antworten auf die häufigsten Fragen, die in Zusammenhang mit einer Brustkrebserkrankung auftreten: Führen Früherkennungsprogramme zu mehr Heilung? Ist Brustkrebs genetisch veranlagt? Muss ich meine Brust und die Lymphknoten in der Achsel entfernen lassen? Alternative Behandlungsmethoden: Ja oder nein? Sind die derzeitigen Empfehlungen zur Nachsorge noch zeitgemäß? Diese und zahlreiche andere Frage, auch die Therapie betreffend, werden in diesem Ratgeber beantwortet.

Autor des Ratgebers ist Prof. Dr. Ingo J. Diel, angesehener Gynäkologischer Onkologe und Osteoonkologe aus Mannheim sowie langjähriger Autor des Brustkrebsmagazins Mamma Mia!. Offen und schonungslos nimmt er die Versorgung von Brustkrebspatientinnen in Deutschland unter die Lupe und stellt bestehenden Mythen rund um die Erkrankung Fakten entgegen. „Die Verbesserungen in der Brustkrebsbehandlung im Verlauf der letzten Jahre sind medizinisch signifikant, unter humanen Aspekten aber eher fragwürdig. Das liegt, meiner Ansicht nach, an der Zentralisierung und Anonymisierung der Patientinnen. Dass die Steigerung der Fallzahlen automatisch zu einer Qualitätsverbesserung führt, mag für industrielle Produkte richtig sein, in der Medizin gilt das nur für seltene Erkrankungen und komplizierte Operationen“, fasst Professor Diel die aktuelle Situation der Brustkrebsbehandlung in Deutschland zusammen.

Der Ratgeber „Brustkrebs: Mythen & Fakten“ kann gegen Zusendung eines mit € 1,45 frankierten Rückumschlags unter folgender Adresse bestellt werden: Leserservice Mamma Mia!, Postfach 13 63, 82034 Deisenhofen. Tel.: 089 85 853 572, Fax: 089 85 853 62 572, E-Mail: aboservice@mammamia-online.de, www.mammamia-online.de.

Gefragt

Wie kommt das Lokalblatt auf die Idee zu melden, dass Tierfreund und Tierschützer MdL Leo Grimm sich bei den Kreisjägern für ganzjähriges Jagen ausgesprochen hat ( “Bejagung müsse das ganze Jahr möglich sein”) ? Sind Schonzeiten abgeschafft worden?

Gelesen

Rüstungsindustrie
Heckler & Koch sucht neue Geldgeber
Die Eigentümer haben den Gewehrhersteller Heckler & Koch in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Doch obwohl die Geschäfte allmählich besser laufen, kommt der Schuldenabbau nur langsam voran…Damit will das drei Privatpersonen gehörende Unternehmen den Einstieg von Investoren erleichtern. Nach Recherchen der “Welt” wird Mehrheitseigentümer Andreas Heeschen künftig Aufsichtsratsvorsitzender…Der 53-jährige Unternehmer sieht einen günstigen Zeitpunkt für die Änderung der Rechtsform für die Gruppe mit über 200 Millionen Euro Umsatz pro Jahr…Heeschen geht es vor allem darum, den Schuldenberg der Firma mit Sitz in Oberndorf abzubauen…Kritisiert wurde die Belastung aus jährlich 28 Millionen Euro Zinsen für eine Anleihe über knapp 300 Millionen Euro..Der Ausrüster der Bundeswehr und vieler Nato-Staaten konnte in jüngster Zeit zudem einige Großaufträge hereinholen. Dazu zählt ein neues Maschinengewehr für den Bund sowie Granatwerfer für die US-Streitkräfte. An der neuen AG hält Heeschen knapp über 50 Prozent. Sein langjähriger Geschäftspartner Keith Halsey hält 39 Prozent und knapp zehn Prozent der Unternehmer Alfred Schefenacker…Im Jahr 2002 hatte der öffentlichkeitsscheue Heeschen und der in der Schweiz lebende Brite Halsey den deutschen Gewehrhersteller vom britischen Rüstungskonzern BAE Systems übernommen…
(welt.de. Das Erbe der Vergangenheit mit einem KZ in Spaichingen mit Mauser-Werken im Hintergrund, von denen 1949 Mitarbeiter Heckler & Koch gründeten, ist kein Thema zur Aufarbeitung, zusammen mit dem Mauser-Werken? Es waren die ehemaligen Mauser-Ingenieure Edmund Heckler, Theodor Koch und Alex Seidel. Täte etwas mehr Redlichkeit genüber ihrer Geschichte der Stadt Oberndorf und allen ihren Lobbyisten auch in der Politik nicht gut? Das Dornenkreuz des Spaichinger KZ-Erinnerungsmals steht auch über Oberndorf am Neckar!)

Kommentar zur Türkeiwahl
Auf Tauchstation
Es ist das erste Mal in der türkischen Geschichte, dass die im Ausland ­lebenden Staatsbürger an ihrem Wohnort mitentscheiden dürfen, wer künftig das höchste Staatsamt am Bosporus bekleidet…Sollte die Messe auf den Fildern zum zentralen Wahllokal werden, ist dort zu Beginn der Ferien mit einem Massenandrang der 200 000 im Ländle lebenden Wähler zu rechnen – Verkehrsprobleme inbegriffen. Doch der türkische Generalkonsul zieht es weiterhin vor, auf Tauchstation zu gehen. Dabei wäre es ihm ein Leichtes gewesen, im Zeitalter moderner Massenkommunikationsmittel für rasche Aufklärung zu sorgen…
(Stuttgarter Zeitung. Sind das jetzt gleichzeitig Deutsche und Türken oder nur Türken? Hat der Mann was zu verbergen? Mit Information hat es der Erdoganclan nicht so?)

Habemus Papam und Haferbrei
Es war das größte Spektakel des Mittelalters. Zum Konstanzer Konzil vor 600 Jahren kamen 70 000 Besucher, der Ketzer Jan Hus wurde verbrannt und eine neuer Papst gewählt.
(Stuttgarter Zeiung. Eine Habermuszunft gibt es noch heute… Würde die Kirche nicht auch heute noch Andersmeinige verbrennen, wenn sie dürfte? Was gibt es in Konstanz zu feiern? Barbarentum einer verbrecherischen Vereinigung?)

Umstrittener Rechnungshofchef
CDU-Landtagspräsident Wolf gab ganz allein grünes Licht
Für die umstrittene Amtszeitverlängerung des Rechnungshof-Präsidenten Max Munding hat der Landtagspräsident Guido Wolf (beide CDU) offenbar im Alleingang grünes Licht von Seiten des Parlaments gegeben. Auf ein Schreiben von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hin habe Wolf „geantwortet und mitgeteilt, dass keine Bedenken bestehen“, sagte ein Landtagssprecher der StZ. Vertreter der vier Landtagsfraktionen wurden an der Prüfung möglicher Einwände und der Entscheidung, dass solche nicht vorlägen, offenbar nicht beteiligt…Munding will…über seinen 65. Geburtstag im August hinaus mindestens ein weiteres Jahr im Amt bleiben…Kritiker vermuten…dass er den Chefposten der Kontrollbehörde bis in die neue Legislaturperiode hinein halten will; dann könne dieser wohl wieder von der CDU besetzt werden. Der oberste Prüfer wird vom Regierungschef vorgeschlagen und vom Parlament bestätigt…Munding ist umstritten, weil der Rechnungshof eine Prüfung des EnBW-Deals von Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus trotz interner Forderungen zunächst verweigert hatte; erst unter dem Druck der grün-roten Koalition wurde er doch tätig. Auch in anderen Fällen wurden ihm parteipolitisches Taktieren unterstellt…
(Stuttgarter Zeitung. Früh übt, wenn ein “CDU-Landtagspräsident” auch “CDU-Ministerpräsident werden will? Das Parlament wird nicht gefragt und guckt nur blöd zu? Politik Tuttlinger Landratsamt?)

Schwarzwald
Bammel unterm Bollenhut
…Jenseits der Postkartenidylle…gibt es noch einen anderen, einen alltäglichen Schwarzwald, und der kommt mitunter ziemlich trist daher…Wer in einem Dorf einen Laden, eine Bank oder gar einen Arzt sucht, der gibt besser Gas, denn diese Dienstleistungen werden nur noch selten angeboten…Wer im Schwarzwald aufwächst, leidet unter der Abgeschiedenheit…Der Nachwuchs bleibt aus, und junge Erwachsene wandern ab. So ging in Triberg die Bevölkerungszahl in den vergangenen 30 Jahren um mehr als 20 Prozent zurück, in Schonach um 18 Prozent, in Furtwangen um 12 Prozent – während sie landesweit anstieg…Der Schwarzwald hat als Urlaubsort nur dann eine Zukunft, wenn er auch für die Einheimischen lebenswert bleibt…Umso größer sind die Hoffnungen, die viele Gastronomen in den neuen Nationalpark setzen, der zwischen Baden-Baden und Baiersbronn entsteht…Ob die sich selbst überlassenen Wälder und Moore ausreichen, um eine touristische Trendwende einzuleiten, ist jedenfalls umstritten…Zu einer guten Infrastruktur gehören auch Straßen, die diesen Namen verdienen, und Schienen…Bei allen Versuchen, den Tourismus und damit die Wirtschaftskraft zu stärken: Mit Masse allein ist dem Schwarzwald nicht geholfen…
(Stuttgarter Nachrichten. Schnarchen unterm Bollenhut. Schwarzwald ist Jauchegestank, überdüngte Löwenzahnwiesen, durch Solaranlagen verunstaltete Schwarzwaldhöfe, stillstehende Windkraftspargel über Gipfeln, private Motorradrennen in der Einöde, “Rodelbahnen” auf Kahlschlaghängen, Kriechverkehr auf kaputten Straßen, Service als Fremdwort, Hotellerie der Vorinustriezeit, Volkswanderungen um jeden Baum, keine Natur, wo Natur draufsteht. Pflegeheim für Hinterwäldler. Möglichst großräumig umfahren!)

Noch nie gab es so viele Mediziner wie heute
Ist der Ärztemangel nur eine Erfindung? Zumindest die Vorhersagen für die Patienten werden immer düsterer. Dabei zeigt die aktuelle Ärztestatistik der Bundesärztekammer: Die Zahl der Mediziner in Deutschland liegt auf einem Rekordhoch.
(spiegel.de. Waldsterben II. Noch nie gab es soviel Wald wie heute. Aber jeden Tag wird eine tote Sau in Zeitungspapier gewickelt.)

Rüstungsexporte
Unionspolitiker wollen Panzerlieferung an die Saudis
Die Bundesregierung will nach Berichten den Verkauf von Panzern im Wert von 18 Milliarden Euro verhindern – auf Wunsch von Wirtschaftsminister Gabriel. Teile der Union sehen nun den Rüstungsstandort Deutschland in Gefahr.
(faz.net.de.Nur die dümmsten Kälber liefern sich selber?)

Verkehr
Jeder fünfte Lastwagen donnert unbeladen über Europas Straßen
Rund ein Fünftel alles Lastwagen fahren leer über Europas Straßen. Zu viele Regeln verhindern, dass der Binnenmarkt in diesem Bereich richtig funktioniert.
(faz.net.de. Immer noch zu bilig,die Straßen kaputt zu fahren.)

Mehr als 12 000 Unterstützer für Petition für geistig Behinderten
Mehr als 12 000 Menschen haben bislang eine Online-Petition unterzeichnet, die den Gymnasialwunsch eines geistig behinderten Jungen unterstreichen soll. Die von den Initiatoren bis zum Montag angepeilte Zahl von 10 000 Unterschriften wurde damit deutlich übertroffen.
(Südkurier. Bei 11 Millionen Einwohnern: Wer behauptet noch, die Dummen seien in der Mehrheit?)

Katrin Schütz soll Generalsekretärin der Südwest-CDU werden
Die Karlsruher Landtagsabgeordnete Katrin Schütz soll Generalsekretärin der baden-württembergischen CDU werden. Landeschef Thomas Strobl habe die 47-Jährige bei der Sitzung des Landesvorstands am Montag in Stuttgart für den Posten vorgeschlagen, berichteten Teilnehmer.
(Sdkurier. Wer?)

Kampagne für energetische Gebäudesanierung startet
Die bundesweite Energie-Kampagne «Die Hauswende» der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz startet nun auch in Baden-Württemberg. Sie soll die Energiesparpotenziale von Gebäudesanierungen für Hausbesitzer im Rahmen der Energiewende vermitteln.
(Südkurier. Welche Energie wird gewendet? Die der Styroprindustrie?)

Die Nudel kam vom Heuberg

Teigwarenfabrik: Wellendingen 1853 – Gosheim 1887 – Spaichingen 1904


Die Spaichinger Nudelfabrik im Eschenwasen mit ihren Silos, ganz links.

(tutut). Ganz so kurzsilbig ist die Geschichte der Nudel in Spaichingen nicht, wie sie die heutige Firma über sich selbst darstellt. Da heißt es nur bei der Firma Seitz: “1853 Gründung der Firma Peter Teigwaren in Spaichingen”. Da scheint jemand die eigene Geschichte nicht zu kennen. Seitz ist, und da wird’s kompliziert, ein Nachfahre von Nudel Peter, inzwischen seit der Insolvenz 2012 bei Alb-Gold in Trochtelfingen gelandet ist. Als Dritten im Bunde gehört hierzu noch  Teigwaren Riesa. Wie in Spaichingen handelt es sich in Riesa um ein altes Unternehmen, während Alb-Gold erst 1968 mit einem Geflügelhof entstanden ist.  Aber Alter schützt vor Übernahmen nicht.

Und die gab’s in Spaichingen mehrmals. Seitz meldet zum Beispiel: “1937 Anton Peter verkauft die Firma an die Herren Eugen Schwärzer und Max Seeburger. Unter dem Namen Peter-Nudeln wird das Unternehmen bis 1990 durch die Familien Schwärzer und Seeburger geführt. 1976 Neubau eines Lagergebäudes im Eschenwasen 7 in Spaichingen, 1990 mFusion mit der Firma Rolf Diez. Der Firmenname wird in Spaichinger Nudelmacher geändert. Im neu errichteten Produktionsgebäude im Eschenwasen in Spaichingen werden insbesondere Teigwaren-Spezialitäten für Reform- und Naturkostmarken, Großverbraucher und die weiterverarbeitende Industrie hergestellt.1994 Erweiterung des Lagergebäudes, 1995 Kauf der Firma Seitz Gewürzhandel GmbH, Ausrichtung des Vertriebes auf den klassischen Lebensmitteleinzelhandel, 1997 Erweiterung der Verpackungsabteilung, 2002 Spaichinger Nudelmacher wird 100%-ige Tochter der E+S Nudelholding GmbH,  2002 Erweiterungsbau für Produktion, Verwaltung und  Lager,  2008 Übernahme des Traditionsunternehmens Herrmann GmbH Kirchheim / Teck, Pionier in der Herstellung von Spätzle,  2009 Inbetriebnahme einer hochmodernen Kurzwarenlinie, 2010 Fusion mit den Firmen E+S Nudelholding GmbH und Seitz GmbH zur heutigen Seitz GmbH. Die Seitz GmbH ist ein Tochterunternehmen der H+S Holding GmbH & Co. KG, 2011  Inbetriebnahme der hochmodernen Spaghetti Anlage EcothermaticTM der Firma Bühler, 2012 Stilllegung der Produktionsstätte Herrmann GmbH und Inbetriebnahme der Hofbauer Spätzle Anlage in Spaichingen. Seit dem 1. August ist die Seitz GmbH ein Tochterunternehmen der Alb-Gold Gruppe”. Zu erwähnen wäre noch,dass das Unternehmen nach eigener Darstellung 65 Mitarbeiter hat und im Jahr rund 32 000 Tonnen Teigwaren herstellt.

Was wenig bekannt sein dürfte in Spaichingen allerdings ist, dass dieses Teigwarenunternehmen gar nicht 1853 in Spaichingen entstanden ist, sondern erst vor genau 110 Jahren sich hier angesiedelt hat. Die Nudel kam nämlich vom Heuberg. Denn im Jahr 1928 feierte der Betrieb sein 75.Jubiläum.In diesem Zusammenhang wurde auch seine Geschichte kurz beschrieben. Darin hieß es am 1. Januar 1928:

“Mt dem Eintritt in das Jahr 1928 kann die Firma Anton Peter, Eierteigwarenfabrik, auf das 75.Jahr des Bestehens zurückblicken.

Im Jahre 1853 wurde der Betrieb vom Großvater des jetzigen Besitzers in Wellendingen gegründet. Eine der ersten Teigwarenpressen auf Holzstuhlung ist damals, aus der Schweiz eingeführt, in Württemberg gelaufen.

Bis zum Jahre 1887 diente als Antriebskraft tierische Kraft (Göppel). Dann bis zum Jahre 1904 Wasserkraft in Gosheim. Von dort wurde der Betrieb nach Spaichingen verlegt und die Dampfkraft eingeführt. Heute steht der Betrieb der Neuzeit entsprechend technisch und hygienisch vollkommen eingerichtet als Großbetrieb in Spaichingen”.

Göpel ist eine Maschine, die, wie in diesem Fall, wohl durch Pferde oder Ochsen angetrieben worden ist. In seltenen Fällen wurden auch Hunde verwendet. Die Zugkraft der Tiere wirkt beim Rundganggöpel dadurch, dass sie angeschirrt am Hebebaum um die senkrechte Göpelspindel eine Kreisbahn ziehen. Ein Pferd leistet an einem Göpel etwa siebenmal so viel wie ein Mensch. Es hat sich herausgestellt, dass ein Pferd bei der Arbeit am Göpel schneller ermüdet und weniger zu leisten vermag als an einem Frachtkarren.

Sturz vom Dach

Handwerker für Sicherung selbst zuständig


(lifePR) – Ein privater Bauherr muss einen mit Dacharbeiten beauftragten Handwerker nicht extra anweisen, sich gegen Gefahren entsprechend zu sichern. Im konkreten Fall sollte ein Handwerker auf einem Hallendach eine Photovoltaik-Anlage montieren.

Im Randbereich der Eternit-Dachflächen befanden sich Lichtfelder aus transparentem Plastik, die er nicht absicherte. Bei den Arbeiten trat er versehentlich auf ein Lichtfeld. Dieses brach und der Handwerker stürzte auf den etwa 7 Meter darunter liegenden Hallenboden und verletzte sich schwer.

Er verlangte daraufhin vom Bauherrn Schadensersatz, weil dieser seine Verkehrssicherungspflichten verletzt habe. Für seine Klage beantragte der Handwerker Prozesskostenhilfe. Bereits diese wurde ihm versagt. Ein privater Bauherr ist im Rahmen seiner bestehenden Verkehrssicherungspflicht nicht verpflichtet, den beauftragten Handwerker anzuweisen, die für die Dacharbeiten erforderlichen Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen.

Als Fachleute seien Handwerker mit den aus der Ausführung ihrer Arbeiten für sie selbst und für Dritte verbundenen Gefahren vertraut. Die eigene Sicherheit bei der Ausführung der Arbeiten habe ein Handwerker grundsätzlich selbst zu gewährleisten, erläutern die ARAG Experten (OLG Hamm, Az.: 11 W 15/14).