Zuwanderer und Banausen

Als Flüchtlinge waren Deutsche in Deutschland nirgendwo willkommen

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Lager Uelzen – ein Flüchltingslager in Deutschland für Deutsche.

(tutut) – Bevor die Diskussion über sogenannte Flüchtlinge in Deutschland zu einem Problem von später Dekadenz und Homo demens wird, sie ist schon mitten auf dem Weg dorthin, sollte sich das Land seiner eigenen Vergangenheit erinnern. Und die hat nicht 1933 geendet und auch nicht 1945. Sie ist für den, der sehen und hören will, noch heute präsent. All jenen, die sich gerade vor Geschaftelhuberei überschlagen, weil sie meinen, Deutschland hätte noch was gut zu machen an der Welt, indem dieser Urlaub all inklusive mit Taschengeld angeboten werden müsste,  sollten wissen, dass Flüchtlinge, als sie Deutsche waren, keineswegs dort willkommen waren, wo zufällig nicht ausgebombt, vertrieben oder unterdrückt wurde.

Unterkünfte, die damals Vertriebenen, Flüchtlingen, Heimkehrern geboten wurden, würden heute von der Uno angefangen bis hinunter zu den letzten Hiwis einer zum größten Teil kriminellen Flüchtlingsindustrie  zum Aufruhr führen wegen Menschenunwürdigkeit. Für Deutsche war das alles ganz normal. Heute ist das, was die Menschen damals zu ertragen hatten, sogar für einen Flüchtlingshund Zumutung. Sage nun niemand, was für ein Schmarren, denn der Schreiber dieser Zeilen weiß, worüber er berichtet, er hat es selbst erlebt. Heute würde als rassistisch, volksverhetzend, zweifellos rechts und total nazi verurteilt werden, was damals nur lustig war, wenn die heimische Narretei in Fastnachtsumzügen Flüchtlinge und Vertriebene als unwillkommenes Ungeziefer brandmarkte oder Nonnen in Kindergärten vor Ketzern warnten.

Da reden sie von Willkommenskultur, die, welche nicht einmal wissen, dass ihre Flüchtlinge größtenteils gar keine Flüchtlinge sind. Da machen die sich Sorgen, ob die, welche gar nicht im Land sein dürften und wenn, dies  als krimineller Akt geschehen ist, es auch möglichst bequem haben. Schöne Häuser mit viel Platz ist das Mindeste, was ihnen angeboten werden müsste! Und wenn’s ihnen gar zu wohl ist, dürfen die sogar streiken, damit sie kriegen, was sie gerne hätten.

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Nissenhütte, in vielen Lagern aufgebaut.

Dieses Land braucht keine Willkommenskultur, sondern erst einmal überhaupt Kultur. Hierzu gehören Erinnerung und Geschichte. Das, was heute veranstaltet wird, ist nur noch ein Banausentum von Leuten, denen jegliches Gespür für Grenzen des Notwendigen und Machbaren fehlt, Menschen, die nicht wissen, was sie tun. Nur echte Flüchtlinge würden sich nicht abschrecken lassen von einem Aufnahmestandart, der für Deutsche einst die Regel war. Sie würden die wahren Verhältnisse zurechtrücken, dann gäbe es mehr als genug Quartiere in Deutschland und nicht politische Feuermelder, die schon Turnhallen requirieren wollen für Menschen, die nicht nur das Gastrecht missbrauchen, sondern die Willkommenskultur als Missverständnis und Missbrauch entlarven. Es ist Zeit, dass die Affen wieder herunterkommen, die da meinen, sie hätten das Ende der Fahnenstange erklettert in ihrem Wohlfahrtsparadies für die Welt.

Wie war’s?
Es ist eine beliebte Frage von Journalistendarstellern, wenn der Narrenumzug um die Ecke oder die Karawane weitergezogen ist. Wie war’s? Tatsächlich gab’s auch Deutsche, die keine Massenmörder waren, die auch Opfer von Kriegsverbrechen waren, die  heimatlos, rechtlos und unterdrückt waren. 17 Millionen waren nicht erst nach 1945 unterwegs auf der Suche nach Heimat, die jenen auf den Wecker gingen, die noch eine hatten. Die in Lagern landeten, die einquartiert wurden ohne Willkommen.

Wie es war? So war’s: Das Lager Pöppendorf in Lübeck-Kücknitz beispielsweise war 1945 bis 1951 ein Durchgangslager für 1 Million Menschen: Wehrmachtsangehörige, deutsche Flüchtlinge und Zwangsaussiedler aus den Ostgebieten, zurückgewiesene jüdische Flüchtlinge des Auswanderungsschiffs Exodus im Rahmen der Operation Oasis. Es war das größte Flüchtlingslager Schleswig-Holsteins. Oder nehmen wir das Lager Uelzen in Niedersachsen. Im Herbst 1945 wird Uelzen von der britischen Militärregierung  als Standort für ein Flüchtlingsdurchgangslager ausgewählt, das Lager in nur zwei Wochen aufgebaut. Allein zwischen Mai 1946 und September 1947 kommen etwa 800.000 Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, etwa 6000 pro Tag, in Uelzen an, die versorgt und weitergeleitet werden mussten. Es bereitet große Schwierigkeiten, die vielen Menschen zu ernähren und unterzubringen.

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7 Quadratmeter pro Flüchtling?

Zusätzlich kommen ab 1947 immer mehr Menschen aus der sowjetisch besetzten Zone, mit denen zunächst keiner gerechnet hatte. Die Situation in Niedersachsen wird immer schwieriger, da es mit seiner 540 km langen Grenze besonders großen Zulauf hat und nach Vorstellung der britischen Besatzungsmacht auch alle Flüchtlinge aufnehmen muss, während sich andere Länder den Zuwanderern verweigern und sie häufig nach Niedersachsen zurückschicken. Kurz vor der Eskalation kommt es im Sommer 1949 zum Abschluss der Uelzener Verträge, die eine Aufnahme und Verteilung der Flüchtlinge, zunächst ohne Beteiligung der französischen Zone, regeln. Sie werden 1950 durch das bundesdeutsche Notaufnahmegesetz abgelöst. Uelzen und Gießen werden zu zentralen Durchgangslagern für DDR -Flüchtlinge. Nur der anerkannte politische Flüchtling erhält das Recht auf Arbeits- und Wohnraumzuteilung. Illegales Aufhalten wird aber weder strafbar noch kann der Abgelehnte zur Rückkehr gezwungen werden. Das Problem der “Illegalen” löst sich im Laufe der Zeit gewissermaßen indirekt durch das sogenannte Wirtschaftswunder mit dem großen Bedarf an Arbeitskräften.

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Bevor die Flüchtlinge Sammelunterkünfte oder Privatquartiere beziehen konnten, stand die administrative und medizinische Registrierung in Aufnahme- und Durchgangslagern an. Ohne Kontrolle und Erfassung der persönlichen Daten, die amtsärztliche Untersuchung sowie Desinfektion und Entlausung durfte das Lager nicht verlassen werden. Gewicht, körperliche Verfassung und klinische Befunde bestimmten die Einstufung in die Lebensmittelkarten-Kategorien und den Anspruch auf Zulagen, etwa bei Schwangeren und Schwerarbeitern. Auch die Berufsqualifikationen wurden ersterfasst.

Von 1945 bis 1949 lebten die meisten Flüchtlinge in Lagersituationen und in räumlicher Enge. Als besonders bedrückend wurde der Mangel an Privatsphäre empfunden. Als Sichtschutz dienten Laken oder Säcke, Stroh ersetzte häufig Matratzen. Eiserne Bettgestelle wurden als Raumteiler aufgestellt. Besonders die Lautäußerungen von Traumatisierten und Kranken oder das Weinen von Kleinkindern wurden als belastend empfunden.

Oft bestimmte Hunger den Alltag. Brot, Kartoffeln, Fett und Tee wurden als Tagesrationen zugeteilt und reichten bei weitem nicht, um den täglichen Kalorienbedarf zu decken. In den Wintern 1946 und 1947 war die Hungersnot besonders groß. Nach Schätzungen starben über 200.000 Menschen durch Kälte und Unterernährung.

Um aus wirtschaftlichen und sozialen Erwägungen eine möglichst gleichmäßige Verteilungsquote der Betroffenen im Bundesgebiet zu erreichen, wurde schon frühzeitig die Umsiedlung von Vertriebenen in Bundesländer mit günstigen Existenzaufbauaussichten in die Wege geleitet. Obgleich sich die Aufnahmeländer zunächst wenig aufnahmefreudig zeigten, konnte etwa 16 000 Vertriebenen eine neue Lebensgrundlage in anderen Bundesländern vermittelt werden. Der Höhepunkt der Umsiedlungsaktion lag in den Jahren 1953 bis 1956.

Die Rückführungsbemühungen für die im Kriege evakuierten Personen hatten nur begrenzten Erfolg, denn einem großen Teil dieses Personenkreises war an einer Rückkehr zum Ausgangsort aus beruflichen, wirtschaftlichen oder auch familiären Gründen nicht mehr gelegen. Außerdem war eine gelenkte Rückführung wegen des auch anderenorts bestehenden Wohnungsmangels schwierig.

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Sicherer Balkon

Wo dürfen Blumenkästen hängen?

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(lifePR) -  Viele Mieter verschönern ihren Balkon mit reichlich bunten Blumen. Doch wer Blumenkästen anbringt, sollte wissen, dass diese an der Außenseite des Balkons nicht immer erlaubt sind. Sie können nämlich eine erhebliche Gefahr für Passanten oder unter dem Balkon geparkte Autos darstellen.

Daher kann der Vermieter verbieten, sie an der Außenseite des Balkons zu befestigen, so ARAG Experten. In einem konkreten Fall wollten Mieter an der Außenseite des Stahlgeländers ihres Balkons Blumenkästen aufhängen. Der Vermieter untersagte dies, denn unter den Balkonen befanden sich vielgenutzte Parkplätze.

Die Richter gaben dem Vermieter Recht. Wenigstens beim Anbringen und Abnehmen bestehe die Gefahr, dass die Blumenkästen herunterfallen, befanden die Richter. Daher müssten sie an der Innenseite des Balkons angebracht werden (LG Berlin, Az.: 655 S 40/12).

Anderer Ansicht ist allerdings das Landgericht Hamburg in einem ähnlichen Fall gewesen. Demnach müssen die Mieter die Blumenkästen lediglich so befestigen, dass sie auch bei starkem Wind nicht hinabstürzen und Passanten oder Nachbarn gefährden können. Ist das gewährleistet, dürfen Blumentöpfe auch an der Außenseite des Balkons befestigt werden (LG Hamburg, Az.: 316 S 79/04).

Verrückte Strategie

Tsipras will den Grexit, aber dafür nicht verantwortlich sein

Von  Frank Schäffler

Sind Tsipras und Varoufakis verrückt oder steckt hinter ihrem Vorgehen doch eine Strategie? Ersteres überwiegt derzeit in der Berichterstattung. Sie seien unberechenbar, unfähig und undankbar, wird überall gerufen. Die beiden Griechen hätten gar keine Strategie, sondern würden nur pokern und die Wirklichkeit würde sie jeden Tag aufs Neue einholen. Doch vielleicht steckt dahinter doch eine Strategie, die in zwei Phasen abläuft.

Die erste Phase vollzog sich direkt nach dem Wahlsieg Anfang des Jahres. Varoufakis und Tsipras bereisten die Hauptstädte Europas, um zu sondieren, ob eine Mehrheit im Euro-Club für eine große Schuldenkonferenz möglich sei. Beide wollten die unter Schulden ächzenden Länder Italien, Spanien und Portugal für ihr Anliegen gewinnen. Den Euro-Club auseinander zu dividieren, misslang sehr schnell. Sowohl in Rom und Madrid als auch in Lissabon holte sich Tsipras eine Abfuhr.

Phase 2: Zeit gewinnen: Seitdem verfolgen sie die zweite Phase ihrer Strategie, die zum Austritt Griechenlands aus der Eurozone führen soll. Schon seit die Regierung Anfang des Jahres ins Amt kam, wurde eigentlich nichts getan, um die Einnahmen des griechischen Staates zu erhöhen und die Ausgaben zu senken. Teilweise ist sogar das Gegenteil erfolgt, indem erneut bereits entlassenes Personal wieder eingestellt wurde. Anders als die Vorgängerregierungen hat die aktuelle nicht einmal den Schein gewahrt, sondern hat einfach nichts gemacht. In dieser Phase ging es nur darum, Zeit zu gewinnen. Dabei wurden Zugeständnisse gemacht und wieder zurückgezogen, Vereinbarungen getroffen und wieder gebrochen, um anschließend in unzähligen Sondersitzungen weiter zu beraten. Bis dahin hat sich die griechische Regierung mit kurzlaufenden Anleihen, so genannten T-Bills, die von den nationalen Banken gekauft wurden, die wiederum dieses Geld über Ela-Kredite von ihrer Notenbank erhalten haben, über Wasser gehalten.

Nun wurde bekannt, dass Angela Merkel in letzter Minute Tsipras ein drittes Hilfspaket, eine faktische Umschuldung und ein Investitionsprogramm in Höhe von 35 Milliarden Euro angeboten habe. Und dennoch verfolgte Tsipras das Ziel, den IWF-Kredit am 30.6. nicht zurückzuzahlen und heute eine Volksabstimmung durchzuführen.

Warum, muss man sich fragen? Wenn es eine Umschuldung durch eine Zinsreduktion und vielleicht sogar eine Verlängerung der Kredite gegeben hätte, wäre dies einem Schuldenschnitt gleichgekommen. Ein Investitionsprogramm von 35 Milliarden wäre ein erneuter Marshall-Plan für Griechenland gewesen. Und ein drittes Hilfspaket wurde ohne die Erfüllung des zweiten plötzlich doch möglich. Faktisch hat Merkel all das angeboten, was die griechische Regierung in anderen Worten über Monate verlangt hat. Eigentlich hat Tsipras das Chicken Game auf ganzer Linie gewonnen. Wieso schlägt er dennoch nicht ein?

Eine logische Erklärung ist, dass er etwas ganz anderes will. Er will eine Situation schaffen, in der Griechenland aus dem Euro austreten kann, ohne dass dies ihm und seiner Partei angelastet wird. Tsipras und Varoufakis wissen, dass ein solcher Plan in der griechischen Bevölkerung nicht beliebt wäre und der restliche Euro-Club ebenfalls kein Interesse daran hat. Gilt doch das Merkelsche Dogma: „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“.

Phase 3: Schuldzuweisung: Wie häufig in der Geschichte kommt es jedoch auf die Frage an, wem am Ende die Schuld für das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro gegeben wird. Dreht die EZB die Ela-Kredite zu, schließen die Banken und kommen Kapitalverkehrskontrollen, wer ist daran Schuld? Ist es die linke Regierung oder sind es Merkel und Schäuble? Es geht also um die Frage, welche Geschichte später erzählt wird. Ein Austritt aus dem Euro, ein Grexit, bei dem die Syriza-Regierung der Troika, Merkel und Schäuble die Schuld geben kann, ist vielleicht die einzige Chance für das politische Überleben von Tsipras und Varoufakis. Und genau darum geht es.

In ihren Augen ist der Euro ein Korsett, das nach deutschem Vorbild geschaffen wurde und für Griechenland ungeeignet ist. Tsipras ist Sozialist, Varoufakis ist ebenfalls ein sozialistischer Ökonom – sicherlich näher bei Keynes als bei Milton Friedman. Wenn das so ist, wollen sie den Zugriff auf die Geldpolitik der eigenen Notenbank gewinnen, um hierüber eine eigene Konjunkturpolitik zu betreiben. Sie wollen nicht von Draghi und Weidmann abhängig sein, sondern darauf selbst direkt Einfluss nehmen. Das setzt voraus, dass Griechenland ausscheidet.

Deshalb wird der Vorschlag einer Parallelwährung des deutschen Ökonomen Thomas Mayer aktuell. Mayer hat sein Konzept vor einigen Wochen bereits Tsipras und Varoufakis in Athen vorgestellt. Es sieht vor, dass die griechische Regierung ihre Beamten und Angestellten mit Schuldscheinen bezahlt, die dann handelbar werden und woraus sich eine Parallelwährung entwickelt.

Das Konzept ist nicht deshalb aktuell, weil dadurch ein gleitender Übergang vom Euro zu einer neuen Währung möglich wird. Denn die Abwertung dieses Geuros würde ebenso schnell verlaufen, wie ein direkter Übergang zu einer neuen Währung. Hier gilt das alte Gesetz: Das schlechte Geld verdrängt das gute. Die Euros werden gehortet und die Geuros werden so schnell wie möglich ausgegeben. Aber Thomas Mayers Parallelwährungs-Konzept hat für Tsipras und Varoufakis den Vorteil, dass sie nicht selbst den Bruch mit dem Euro-Club erklären müssen, sondern die EZB und die Staatengemeinschaft müssen immer mehr Maßnahmen ergreifen, die dazu führen, dass Griechenland aus dem Euro hinausgedrängt wird. Damit können Tsipras und Varoufakis der EZB, Schäuble und Merkel von Tag zu Tag mehr die Schuld in die Schuhe schieben.

Der Nachteil an diesem Plan ist, dass ich persönlich immer angenommen habe, dass Tsipras den aufgeweichten Vorschlägen von Merkel am Ende zustimmen wird. Deshalb habe ich schon vor einigen Wochen angekündigt, dass ich „einen Besen fressen werde“, wenn die Insolvenz und der Austritt Griechenlands aus dem Euro stattfindet. Dass Tsipras ein ganz anderes Chicken Game spielt, konnte ich mir nicht vorstellen. Das ist für mich persönlich nur schwer zu verdauen!

Frank Schäffler, geboren 1968 in Schwäbisch Gmünd, war von 2005 bis 2013 Abgeordneter des Deutschen Bundestages. In der FDP initiierte er 2011 einen viel beachteten Mitgliederentscheid gegen den Europäischen Stabilitätsmechanismus. Er ist Gründer des klassisch-liberalen Think Tanks „Prometheus – Das Freiheitsinstitut“ und ist Mitglied der Friedrich-August-von-Hayek-Gesellschaft.

Sonntag, Leute!

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Die Geistlichen werden dafür bezahlt, dass sie dem Publikum jeden Sonntag ein bis zwei Stunden etwas vorpredigen und glauben, wenn sie auf die Gefahr hin, sich die Schwindsucht an den Hals zu reden, die Zeit damit zubringen, ihre Pflicht getan zu haben. Ich für meinen Teil gedenke, diese Herren jedenfalls nicht weiter zu bemühen. Was sie mir zu sagen haben, weiß ich alles, und ich bin der Meinung, dass man, um ein tugendhafter Mensch zu sein, ihres Beistandes nicht bedarf.
(Friedrich der Große, 1737)

Gefragt

Warum haben sich Tobias Schumacher und Konsorten in den Spaichinger Gemeinderat wählen lassen, wenn sie versuchen, eine vom Bürgermeister geplante Sitzung am 13.Juli zu verhindern mit fadenscheinigen Gründen wie “Urlaub bzw. berufliche Termine”, was ja wohl u.a. bei einer Gymnasiallehrerin kaum möglich sein dürfte? Ist es dem CDU-Block von Tobias Schumacher  unangenehm, über eilige Angelegenheiten wie Unterbringung von Flüchtlingen und die Ansiedlung eines größeren Industriebetriebs zu beraten und zu entscheiden, weil der erfolglose Jungpolitiker nach Wahlmisserfolgen und dem wohl vorzeitigen Ende einer ausgedachten politischen Karriere offenbar nur noch auf Destruktion in Spaichingen ausgerichtet ist? Kann dies im Interesse der einst in Spaichingen führenden und nun unter Tobias Schumacher in die totale Bedeutungslosigkeit versinkenden CDU sein, indem diese sich von der Verantwortung für Stadt und Bürger verabschiedet wie es im Fall eines verantwortungslos herbeigestimmten Wegzugs der MS Spaichingen mit dem Verzicht auf 700 Arbeitsplätze geschehen ist?

Gesagt

Die neuen Flüchtlingszahlen zeigen den dringenden Handlungsbedarf auf, bei den Asylbewerbern aus dem Westbalkan wieder auf das Sachleistungsprinzip umzustellen. Wenn ein erheblicher Teil der Antragsteller ohne Aussicht auf eine Anerkennung einreist, müssen wir uns Gedanken machen, was geändert werden kann. Hier kommen vor allem die Geldleistungen in Betracht. Bereits im Januar 2015 hat die Europäische Kommission mit Blick auf die Flüchtlinge aus dem Westbalkan empfohlen, bei den finanziellen Leistungen restriktiver zu sein.
(Guido Wolf. Warum sagt er dies nicht der verantwortlichen  und von der CDU geführten Bundesregierung? Warum fordert Wolf nicht das Ende der kriminellen illegalen Einreisen in die Bundesrepublik? Kennt ihn noch immer niemand in Berlin? Wie will er mit so einer Nullnummer in Baden-Württemberg Ministerpräsident werden?)

Gelesen

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No Inklusion.

 Vereine erhalten Tipps
Journalistisches Schreiben und Fotografieren ist kein Hexenwerk. Darüber haben Vorsitzende und Vertreter der Dürbheimer Vereine und Institutionen mit Heuberger-Bote-Redaktionsleiterin Regina Braungart gesprochen…
(Schwäbische Zeitung. Regina Braungart im Haus, hält die Hexe draus?  In Zukunft machen die Leser ihr Blatt selbst und zahlen dafür auch noch Geld?)

Tuttlinger Bahnhof wird Heim für Flüchtlinge
Angedachte Studenten-WG wird umfunktioniert – Unbegleitete Jugendliche kommen unter
Ansichtssache:
An einem Strang ziehen
Von Christian Gerards
Der Flüchtlingsstrom auf der Welt erreicht immer mehr den Landkreis Tuttlingen. Die Quartiere sind voll, die Kommunen müssen improvisieren und neuen Wohnraum schaffen…Es wird, so schätzt es Tuttlingens OB Michael Beck, nur noch eine Frage der Zeit sein, bis im Landkreis die erste Turnhalle für die Unterbringung von Flüchtlingen in Beschlag genommen werden muss. Eine Willkommenskultur gegenüber fremden Menschen wird daher immer wichtiger…
(Schwäbische Zeitung. Ein Redaktionsleiter als Phrasendrescher dreht sich ‘nen Strang?  Wo hat der den Job gelernt? Sollte er sich ncht um den Inhalt des Blattes kümmern, um Koordination, die  dann  nicht am selben Tag zwei Interviews von Stadtkämmerern zusammenkorkst? Was und wo sind Flüchtlinge? In Spaichingen hat man noch Bahnnähe für unzumutbar gehalten für traumatisierte Sozialurlauber, in Tuttlingen geht’s gleich in den Bahnhof. Wohnt da nicht das Phantom der CDU, Guido Wolf? Wäre Polizei- und Gerichtsnähe nicht passender angesichts der hohen Kriminalitätsgefahr durch diese sogenannten flüchtigen Minderjährigen?)

Ansichtssache:
Schwerer Schlag für Aixheim
Von Michael Hochheuser
Das letzte Gasthaus in der Dorfmitte macht seine Pforten dicht – das ist ein schwerer Schlag für viele Aixheimer. Gerade für Vereine ist das “Kreuz” ein beliebter Treffpunkt nach Proben…
(Schwäbische Zeitung. Kennen Sie den kürzesten Journalistenwitz? Es geht ein Journalist an einer Kneipe vorbei…)

Gäste erleben Welt der Sagen und Mythen
“Sagenhafte Kutschfahrt im Mondschein” in Deilingen feiert Premiere
Von Gisela Spreng
“Sagenhafte Kutschfahrt im Mondschein”: Allein diese vier Worte klingen höchst verlockend, vor allem für Leute, die ein bisschen romantisch veranlagt sind. So war die Premiere in der ersten lauen Vollmondnacht dieses Sommers ein wunderschönes Erlebnis für die sechs Mitfahrer von Kutscher Joachim Schreijäg und Sagenerzählerin Birgit Leibold. Der Heuberger Bote war dabei…
(Schwäbische Zeitung.Peng! Wer hat daraus vorgelesen?)

Interview:
“Ich würde wieder Kämmerer werden”
Otmar Hagen blickt im Interview auf 36 Jahre als Spaichingens Stadtkämmerer zurück
…Regina Braungart hat sich mit dem Hüter des Spaichinger Geldes unterhalten…
Interview:
“Der Kämmerer stellt das Mögliche dar”
Erwin Link blickt auf seine Zeit als Stadtkämmerer zurück
…Unser Mitarbeiter Frank Czilwa hat mit Erwin Link eine Bilanz seiner Zeit als Stadtkämmerer gezogen…
(Schwäbische Zeitung. In Spaichingen wie in Trossingen hat Einfallslosigkeit Konjunktur? Wer so Zeitung macht, darf sich nur wundern, dass er immer noch ein paar Leser hat. Ein städtischer Beamter führt aus, was ein Gemeinderat vorgibt. Keine Ahnung, aber darüber schreiben?)

Bürgerstiftung fördert Schulsozialprojekt
Fünftklässler verschiedener Tuttlinger Schulen stärken auf einem Erlebnispfad die Klassengemeinschaft
(Schwäbische Zeitung. Willkommen in der DDR!)

Neuer Name schafft Klarheit
Lebenshilfe benennt Werkstatt um – Willer leitet erstmals Mitgliederversammlung
…Die Lebenshilfe-Werkstatt am Paracelsusweg heißt nun Honberg-Werkstatt. So soll auch für Dritte ersichtlich sein, um welche Werkstatt der Lebenshilfe es geht. Außer der Honberg-Werkstatt am Hauptstandort Paracelsusweg mit derzeit rund 200 Beschäftigten gibt es noch die Donau-Werkstatt an der Zeughausstraße mit 70 Beschäftigten…
(Schwäbische Zeitung. Damit niemand weiß, dass er es mit Behinderten-Werkstätten zu tun hat?)

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Lust auf Berghoch?

CDU-Spitzenkandidat Wolf sucht bei SAP die “digitale Wirklichkeit”
Im Gespräch mit Unternehmern hatte er die “digitale Wirklichkeit” ausgelotet und als hohe Priorität einen schnellen, zuverlässigen Internetzugang genannt bekommen…
Er war gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Friedlinde Gurr-Hirsch mit Hochschulen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen, aber auch mit SAP in Walldorf ins Gespräch gekommen. Der regelmäßige Kontakt zwischen Politik und Wirtschaft sei wichtig, so Wolf: “Wir spielen uns gegenseitig die Bälle zu.”..
(Rhein-Neckar-Zeitung. Sollte Wolf nicht zuerst mal seine reale Wirklichkeit finden? Was das Digitale betrifft, müsste jeder nur mal den Schrott seiner website betrachten mit seinen Beiträgen zum Teil auf Kindergartenniveau. Von dem Thema versteht er nichts, tut aber so, denn sonst sähe der Kreis Tuttlingen ja wohl anders aus.)

Griechenland
Die Krise macht uns jetzt zu wahrhaften Europäern
Ein Mantra der EU-Skeptiker war immer, dass es so etwas wie eine gemeinsame Identität des Kontinents nicht gebe. Aber in den vergangenen Tagen ist deutlich geworden: Es gibt sie, stärker denn je!..Nur eingedenk der Millionen von Toten und Verwundeten konnte eine derart stabile und segensreiche Friedensordnung entstehen wie hier in Europa. Mit unglaublichen Wundern wie der Freundschaft zwischen Deutschen und Polen, Deutschen und Franzosen, Deutschen und Israelis. Uns sollte also nicht bang sein in diesen Tagen, sondern wir sollten uns tatendurstig freuen auf das, was kommt.
(welt.de. Unsere Mauern brechen, aber unsere Herzen nicht. Adolf ist auferstanden? Selten so was Dummes von Ahnungslosen gelesen! Oder fehlt nur das Wort Satire? Zwischen Ländern gibt es keine Freundschaft, sondern eventuell nur gemeinsame Interessen! Wer hat Betrüger zu Freunden? Niemand in Europa braucht Griechenland, das in Europa schmarotzt, und niemand braucht eine Kanzlerin, die vor Gericht stehen müsste, und niemand braucht so etwas, das meint, eine Zeitung zu sein, in Wirklichkeit aber nur ein Propaganda-Pamphlet für politische Stümper mit Durchhalteparolen und faschistoiden Zügen ist! Geschrieben von einem stellvertretenden Chefredakteur. Sollte der sich nicht einen anderen Job suchen? )

Vor dem Referendum
Varoufakis wirft Gläubigern “Terrorismus” vor
Kurz vor dem Referendum am Sonntag teilt Athens Finanzminister Varoufakis noch einmal aus. Die Gläubiger Griechenlands betreiben Terrorismus, findet er. Ihr Ziel: das griechische Volk erniedrigen
(spiegel.de. Berichte aus der Klapsmühle. Das Irrenhaus der EU.)

Leipziger Asylbewerberheim:
18-Jähriger stirbt nach Streit mit Landsmann
Nach einem Streit im Leipziger Asylbewerberheim in der Zschortauer Straße ist am Sonnabendmorgen ein 18 Jahre alter Mann ums Leben gekommen.Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge ist der Syrer mit einem Landsmann in einem Zimmer in Streit geraten. Der 24 Jahre alte mutmaßliche Täter habe dann nach ersten Erkenntnissen ein Glas oder eine Flasche zerschlagen und auf seinen Widersacher eingestochen. Bei der Polizei ging gegen 3.30 Uhr ein Notruf ein…
(Leipziger Volkszeitung. Gehört zum Deutschland?)

Petry gewinnt Machtkampf bei der AfD
Schlappe für Bernd Lucke und den liberalen Flügel seiner Partei: Im Machtkampf bei der AfD hat sich seine Rivalin durchgesetzt. Beim Parteitag in Essen wählten die Delegierten Frauke Petry zur alleinigen Vorsitzenden. Was wird nun aus Lucke?
(faz.net. Die AfD hat mit Lucke ihre Ziele aus dem  Auge verloren, denn der ist in ein nichtsnutziges Europaparlament abgetaucht, wie auch sein baden-württembergischer Knappe, der es bis heute politisch zu nichts geschafft hat. Eine weitere Alternativlosigkeit für Deutschland. Anstatt sich mit Deutschland zu beschäftigen, was keine Partei macht, beschäftigt sich die AfD mit sich selbst.)

Sie sollen Dissidenten “fertigmachen”
Das ungehemmte Treiben von Erdogans Schattenkriegern in Deutschland
Der türkische Geheimdienst schleust in Deutschland massiv Spitzel ein. Sie sollen Dissidenten ans Messer geliefert haben, die dann in ihrer Heimat gefoltert wurden. Präsident Erdogan nennen sie den “Oberchef”
(focus.de. Jetzt bieten Erdogans Jünger schon “Seminare” an!  Wacht die Bevölkerung auf angesichts ihrer aufgepflanzten islamischen Bajonette?)

 

Schnittig durch den Wind

Hobbysportler rollen besser als die Profis

Die Bildunterschrift wird in Bälde eingefügt. Sie können uns aber gern auch per E-Mail oder Telefon kontaktieren, wir helfen gerne weiter.

(lifePR) -  Das Peloton der Frankreich-Rundfahrt ist zum einen ein Schaufenster technischer Innovation, zum anderen jedoch strikten Regularien und bisweilen starren Traditionen unterworfen, die längst von der Realität überholt wurden: Das zeigt sich etwa bei Laufrädern und Bremsen. Der pressedienst-fahrrad beleuchtet, wo die Profis aktuell die Nase vorn haben, aber auch, welche Freiheiten und Möglichkeiten ihnen entgehen.

Wenn die 200 schnellsten Radfahrer der Welt im Juli durch Frankreich jagen, steht immer auch das Material im Fokus. Rahmen, Schaltungen, Komponenten – alles wird von Zuschauern und Experten genau “gescannt”. Mindestens ebenso viel beachtet wie die besagten Bauteile werden die in den vergangenen Jahren immer auffälliger gewordenen Laufräder.

“Die klassische flache Felge ist aus der Mode gekommen”, urteilt Radsportkenner Stefan Scheitz, Geschäftsführer der Firma Sport Import, die unter anderem für den Leistungssport konzipierte Laufräder von Enve und Zipp vertreibt. “Abgesehen von manchen Bergetappen sind inzwischen alle Radprofis mit aerodynamischen Hochprofilfelgen unterwegs.” Deren Hauptmerkmal ist das V-förmige, weiter zur Laufradmitte hin gezogene Profil. Statt nur auf gut zwei Zentimeter wie bei einer herkömmlichen Felge, bringen es Aero-Felgen für den Allround-Einsatz auf stattliche fünf bis sechs Zentimeter Profilhöhe.

Ein gut konstruierter Laufradsatz dieser Bauart bringt eine deutliche Leistungsersparnis. “Bei Tempo 45 ist der Unterschied sicher mit 15 bis 20 Watt zu beziffern”, erklärt der Kölner Sportwissenschaftler Sebastian Weber. Dies würde einer Einsparung von gut fünf Prozent entsprechen. Doch schon bei geringeren Geschwindigkeiten sei das Sparpotenzial groß, führt Weber aus, was Aero-Laufräder für ambitionierte Breitensportler durchaus interessant macht. Allerdings gibt es Gründe, warum Hobbyfahrer sich gar nicht so sehr am Material der Profis orientieren sollten – denn manchmal sind sie ihnen gegenüber sogar im Vorteil.

Bei lizenzierten Straßenradrennen sind derzeit (noch) ausschließlich Felgenbremsen zugelassen. Freizeitfahrer können dagegen auf mit Scheibenbremsen kompatible Laufradsätze wie das Modell “58 Twenty Four Carbon Clincher” von Profile Design (1.999,95 Euro) oder Ritcheys “WCS Zeta Disc” (749 Euro) zurückgreifen. Das bringt nicht nur ein besseres Bremsverhalten, sondern verhindert insbesondere bei langen Abfahrten Felgen- oder Reifenschäden durch zu starke Reibungshitze. Zudem sind durch den Verzicht auf die Bremsflanken schon bei einer geringen Felgenhöhe aerodynamisch sehr günstige und stabile Profildesigns möglich.

Auch die Profis fahren längst keine superschmalen Reifen unter 20 Millimeter Breite mehr, sondern setzen auf den bei gleichem Druck geringeren Rollwiderstand breiterer Reifen. Ihr Plus an Komfort und das niedrigere Durchschlagrisiko sind hier zwar willkommen, aber lediglich Nebeneffekte. Im Profilager, wo selbst die geringsten Auswirkungen von rotierender Masse oder Luftwiderstand noch eine Rolle spielen, liegt aktuell meist bei 25 Millimetern Reifenbreite die Obergrenze. Für Hobbyfahrer dagegen sind noch breitere Reifen wegen der angesprochenen Vorteile mehr als nur eine Alternative. So hört die Ausfahrt mit Reifen ab 28 Millimetern aufwärts nicht länger dort auf, wo der Asphalt endet. Eine Situation, die der Profisportler außer in der “Hölle des Nordens” – dem Radrennklassiker Paris-Roubaix – kaum je erleben wird, der Hobbysportler allerdings umso häufiger.

Schlauchlos statt Schlauchreifen
Eine Cyclocross-Felge wie die “ZTR Grail” von Stan’s No Tubes (kompletter Laufradsatz 689 Euro) erschließt zudem nicht nur in der Breite andere Dimensionen und anspruchsvollere Terrains, sondern gleichzeitig eine weitere Neuerung: den Reifen ohne Schlauch.

So wie beim Alltagsrad der Draht- oder Faltreifen mit Schlauch, ist im Profiradsport noch immer der Schlauchreifen das Maß aller Dinge: Ein Latex-Schlauch wird in den Reifen eingenäht, anschließend wird dieser auf die Felge geklebt. Schlauchreifen sind wenig pannenanfällig und bieten gewisse Notlaufeigenschaften, weisen allerdings einen etwas höheren Rollwiderstand auf, wie Rennradexperte Caspar Gebel erklärt: “Vergleicht man Schlauch- und Faltreifen gleicher Bauart – sprich gleiche Gummimischung, gleiche Anzahl der Gewebelagen – in Tests auf einer Radrennbahn, weisen die Faltreifen einen um bis zu vier Watt geringeren Rollwiderstand auf.” Allerdings vertragen Schlauchreifen bauartbedingt einen höheren Druck, so dass der Abstand in der Praxis nicht ganz so gravierend ausfällt.

Mit den im Mountainbike-Bereich zunehmend beliebten Tubeless-Systemen steht inzwischen aber auch dem Rennradler eine Reifentechnologie zur Verfügung, die Pannensicherheit, geringes Gewicht, Fahrkomfort und Leichtlauf miteinander verbindet.

Bei Schlauchlosreifen gibt es keine Reibung zwischen Mantel und Schlauch, dadurch ist der Rollwiderstand auch bei niedrigem Luftdruck gering. Zudem verschließt ein Dichtmittel Löcher und Risse schnell und sicher. Den beim Faltreifen gefürchteten Reifenplatzer mit schlagartigem Luftverlust, etwa bei einer Überhitzung der Felgen durch Dauerbremsen, gibt es beim Schlauchlosreifen nicht. Ein ähnlicher Katastrophenfall beim Schlauchreifen – wird die Felge zu heiß, kann sich der Kleber lösen und der Reifen springt von der Felge – ist ebenso ausgeschlossen.

Warum sieht man also kaum Tubeless-bereifte Fahrer bei den großen Radrennen? “Leider scheitert es meistens noch an den Laufrädern”, erklärt Felix Schäfermeier, der beim Reifenhersteller Schwalbe für den Race-Support zuständig ist. Denn damit der Reifen luftdicht auf der Felge sitzt, muss diese besonders geformt sein.

“Das Team IAM Cycling hat mit seinem Laufradausrüster jedoch die Möglichkeit, Tubeless zu fahren, und nach erfolgreichen Tests im Winter haben sie das System bei der Tour Down Under erstmals im Rennen eingesetzt”, freut sich Schäfermeier. “Die Fahrer waren so begeistert, dass dann auch bei Paris-Roubaix zwei Fahrer Tubeless gefahren sind – darunter Martin Elmiger, der den fünften Platz belegt hat.” Und beim Giro d’Italia sind ebenfalls IAM-Fahrer mit Schlauchlosreifen unterwegs gewesen. Erobern die innovativen Reifen also diesen Sommer die Tour de France? Wer auf einer der Etappen vor Ort ist, kann sich selbst davon überzeugen.